Unvergessliche Herbstfreizeit: Ein Abenteuer für alle in Thüringen!
Eine behindertengerechte Herbstfreizeit im Saale-Orla-Kreis fördert Integration und Gemeinschaft. Entdecken Sie Höhepunkte und Erfahrungen der Teilnehmer.

Unvergessliche Herbstfreizeit: Ein Abenteuer für alle in Thüringen!
In Lahnstein wird Gemeinschaft großgeschrieben. Vor kurzem fand die 30. Herbstfreizeit der Gruppe „Treff 81“ statt, die aus behinderten und nicht-behinderten Mitgliedern der katholischen Kirchengemeinde Lahnstein, St. Martin und St. Damian besteht. Für eine Woche wurde Thüringen zur Heimat der Gruppe, die sich in Ziegenrück im Saale-Orla-Kreis aufhielt. Hier erlebten die Teilnehmer entspannte Tage mit abwechslungsreichen Aktivitäten und wertvollen Begegnungen. Blick Aktuell berichtet, dass dieser Jahreszeit Punkt eine wichtige Quelle der Erholung und des Zusammenhalts für die Betroffenen darstellt.
Was hat die Gruppe erlebt? Die Freizeit war vollgepackt mit spannenden Unternehmungen. Carsten Höller steuerte ein Donat-Boot auf dem malerischen Hohenwarte-Stausee, während Theresa, Valerie und Betreuer Helmut die Aussicht von der Seilbahn im Märchenwald von Saalburg genossen. Ein Höhepunkt war das Ausprobieren der Schiffschaukel durch Mirco und Jürgen, die dabei viel Spaß hatten.
Ein spannender Ausflug in die Geschichte
Die Gruppe besuchte die Gießerei Heinrichshütte in Wurzbach, die als interaktives Museum einen tiefen Einblick in die traditionelle Technik des Eisengießens bietet. Heinrichshütte Wurzbach ist nicht nur bei Familien und Schulgruppen beliebt, sondern auch ein Ort, wo historische Praktiken wieder lebendig werden. Wer die Gießerei betritt, kann nicht nur zusehen, sondern auch selbst Hand anlegen – ein echtes Erlebnis für Groß und Klein.
Die Besichtigung des Markt-Höhlers in Bad Lobenstein gab der Gruppe einen Einblick in den Erzbergbau. In der Leuchtenburg in Seitenroda durften die Teilnehmer
die Ausstellung „Porzellanwelten“ besichtigen und sogar eigene Teller bemalen. Diese wurden anschließend von einem Skywalk ins Tal geworfen – ein fantastisches Erlebnis!
Zusätzlich stand in Saalfeld eine Shopping-Tour auf dem Plan, und die Johanneskirche, die größte Hallenkirche Thüringens, wurde besucht. Abends im Hotel Am Schlossberg versammelt sich die Gruppe, um unter der Gitarrenbegleitung von Helmut Reuscher Lieder zu singen und Gesellschaftsspiele zu spielen.
Impulse für die Seele
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Freizeit waren die Impulse zur Menschenwürde, die Pater Wolfgang Jungheim den Teilnehmern vermittelte. Ein besonderes Highlight war der Gottesdienst im Freien, der in einem schönen Park stattfand und den gemeinsamen Spirit der Gruppe stärkte.
„Solche Freizeitaktivitäten sind ein echter Halt im Jahresrhythmus der behinderte Menschen und schenken den Eltern auch einmal eine wohlverdiente Auszeit“, erklärt der jüngste Betreuer Adrian Zmelty, der zuletzt Teil dieser traditionell gewachsenen Gemeinschaft war. Auf der Rückfahrt nach Wetzlar wurde ein Picknick veranstaltet, wo die Gruppe Hannele und Dietmar, den ehemaligen Chorleiter der Caritas-Behindertenwerkstatt von Lahnstein, wiedertraf. Das Volkslied „Wir sind durch Deutschland gefahren“ wurde um eine neue Strophe bereichert, die die Bekanntschaft mit dem „Thüringer Meer“ zum Inhalt hatte.
Die Herbstfreizeit in Thüringen beweist einmal mehr, wie wichtig solche Zusammenkünfte für Menschen mit Beeinträchtigungen sind. Sie helfen nicht nur, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, sondern bieten auch wertvolle Impulse für die persönliche Entwicklung. Solche Veranstaltungsformate sollten auch in Zukunft noch mehr gefördert werden.