Könitz Porzellan: Insolvenz-Anmeldung schockt Mitarbeiter und Lieferanten!
Könitz Porzellan in Saalfeld-Rudolstadt beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung wegen eines Rechtsstreits. Zukunft ungewiss.

Könitz Porzellan: Insolvenz-Anmeldung schockt Mitarbeiter und Lieferanten!
In einer unerwarteten Wendung hat die Könitz Porzellan GmbH Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Der traditionsreiche Betrieb, der mit rund 100 Mitarbeiter:innen eine Produktionskapazität von bis zu 300.000 Tassen pro Monat hat, sieht sich durch einen Rechtsstreit mit einem ehemaligen französischen Geschäftspartner belastet. Dieser hat in erster Instanz einen Schadenersatz in sechsstelliger Höhe erwirkt, was zur Kontenpfändung führte. Das Urteil ist jedoch angefochten und noch nicht rechtskräftig, was der Geschäftsführung unter der Leitung von Turpin Rosenthal Hoffnung gibt, das Insolvenzverfahren in der zweiten Instanz zu gewinnen. Laut thueringen24.de hat das Unternehmen die Insolvenz beantragt, um einen Geldabfluss ins Ausland zu verhindern.
Trotz dieser schwierigen Situation läuft der Betrieb weiterhin normal weiter, und die rund 100 Mitarbeiter haben für drei Monate Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit erhalten. Dieses Geld wird das Unternehmen allerdings später zurückzahlen müssen. Die Stimmung im Betrieb ist durch das Verfahren jedoch belastet, und unter den Lieferanten gibt es Unsicherheiten; einige stellen nur noch gegen Vorkasse zu, wie mdr.de berichtet.
Herausforderungen und Perspektiven
Die Zukunft der Könitz Porzellan GmbH hängt stark vom Ausgang des laufenden Rechtsstreits ab. Geschäftsführer Rosenthal bleibt optimistisch und sieht das Geschäftsmodell des Unternehmens als tragfähig an. Der Umsatz lag zuletzt knapp unter 10 Millionen Euro pro Jahr, und das Unternehmen beliefert weltweit bekannte Museen, unter anderem das Louvre in Paris, mit bedruckten Tassen und Geschenkartikeln.
Eine interne Druckerei sorgt dafür, dass die Folien für individuelle Aufdrucke selbst hergestellt werden können. Diese Qualitätsware übertrifft oft die günstigere Konkurrenz aus China, was den Betrieb in der Branche hoch im Kurs hält. Die Könitz Porzellan GmbH bleibt somit ein wichtiger Akteur im Bereich der Porzellanherstellung, auch wenn die aktuelle Situation einige Herausforderungen mit sich bringt.