Neusitz setzt auf Zukunft: 1,2 Mio. Euro für grüne Nahwärme!

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Erfahren Sie, wie ein Milchviehbetrieb in Neusitz seine Biogasanlage rettet und ein effizientes Wärmenetz aufbaut.

Erfahren Sie, wie ein Milchviehbetrieb in Neusitz seine Biogasanlage rettet und ein effizientes Wärmenetz aufbaut.
Erfahren Sie, wie ein Milchviehbetrieb in Neusitz seine Biogasanlage rettet und ein effizientes Wärmenetz aufbaut.

Neusitz setzt auf Zukunft: 1,2 Mio. Euro für grüne Nahwärme!

In Neusitz, einem kleinen Ort, wird mit dem Umbau eines Landwirtschaftsbetriebs zu einer modernen Wärmeversorgung ein spannendes Projekt in Aussicht gestellt. Einöffentliches Nahwärmenetz, gesteuert von einem Blockheizkraftwerk (BHKW), soll nicht nur den Betrieb selbst, sondern künftig auch weitere Gebäude in der Umgebung versorgen. Der ambitionierte Plan sieht vor, eine rund zwei Kilometer lange Nahwärmeleitung zu verlegen, die die erzeugte Wärme zu einem 60.000 Liter fassenden Pufferspeicher transportiert. Damit könnte die Wärme effizient genutzt werden, anstatt ungenutzt verloren zu gehen. Wie die Bauernzeitung berichtet, übernimmt der Landwirtschaftsbetrieb die gesamte Planung und den Bau der Leitung in Eigenregie.

Ein guter Schritt zur Effizienz: Die Wärmeübergabe an den Heizkreislauf der Regelschule erfolgt über moderne Plattentauscher. Dank der cleveren Dimensionierung des Pufferspeichers kann die Anlage bei Bedarf auch weitere Gebäude, wie ein Mehrfamilienhaus, verschiedene Einfamilienhäuser und das Gemeindehaus, anschließen. So wird nicht nur der Landwirtschaftsbetrieb zukunftssicher gemacht, sondern auch den Einwohnern ein Stück weit mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen geboten.

Finanzierung und Unterstützung für das Projekt

Für die Umsetzung dieses Vorhabens sind 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Das Land und der Landkreis setzen mit einem Zuschuss von insgesamt 536.000 Euro ein Zeichen für die Förderung erneuerbarer Energien. Davon kommen 471.000 Euro durch die „Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW)“ vom BAfA, während der Landkreis mit 65.000 Euro zur Hand geht. Diese Förderinitiative verfolgt das Ziel, thermische Wärmenetze auf einen Stand zu bringen, der treibhausgasneutral ist, und damit zur Erreichung der Klimaziele beizutragen.

Die BAfA hat dafür ein Förderprogramm ins Leben gerufen, das in vier Module gegliedert ist. Diese Module decken unter anderem Machbarkeitsstudien für die wärmeversorgenden Systeme ab, die für mehr als 16 Gebäude oder über 100 Wohneinheiten ausgelegt sind. Im Rahmen des Programmes können bis zu 2 Millionen Euro pro Antrag gefördert werden.

Gesellschaftliche Relevanz der Wärmewende

Die Umstellung auf effiziente Wärmesysteme ist ein wichtiger Schritt im Hinblick auf klimafreundliche Energieversorgung. Besonders beeindruckend an dem Neusitzer Projekt ist nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die Möglichkeit, zukünftige Bauprojekte durch clevere Infrastruktur in die Wärmeversorgung einzubeziehen. So wird eine nachhaltige Entwicklung in der Region gefördert, denn die künftigen Anschlüsse von weiteren Wohngebäuden an das Nahwärmenetz zeigen, dass hier großes Potenzial besteht.

Durch solche Projekte wird nicht nur der Klimaschutz vorangetrieben, sondern es stärkt auch die Gemeinschaft, da die Energieversorgung lokal organisiert wird. Ein gelungenes Beispiel, das sicher Schule machen könnte.