Tariferhöhung für Gerüstbauer: Mehr Geld und bessere Bedingungen!

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Tariferhöhung für Gerüstbauer in Schmalkalden-Meiningen: Löhne steigen, neue Regelungen ab November 2025, trotz harter Arbeitsbedingungen.

Tariferhöhung für Gerüstbauer in Schmalkalden-Meiningen: Löhne steigen, neue Regelungen ab November 2025, trotz harter Arbeitsbedingungen.
Tariferhöhung für Gerüstbauer in Schmalkalden-Meiningen: Löhne steigen, neue Regelungen ab November 2025, trotz harter Arbeitsbedingungen.

Tariferhöhung für Gerüstbauer: Mehr Geld und bessere Bedingungen!

In Köln und darüber hinaus hat die Tariferhöhung für Gerüstbauer, die ab 1. November 2025 in Kraft tritt, für Aufsehen gesorgt. Die Branche ist für Hochbauarbeiten wie Fassadenanstriche, Dachdeckungen, Fassadendämmungen und Kirchturmsanierungen unerlässlich. Die Gerüstbauer erbringen ihre Leistungen regelmäßig unter extremen Bedingungen—bei Wind und Wetter, Hitze und Kälte. Daher hat Ralf Eckardt von der Industriegewerkschaft BAU Thüringen bestätigt, dass die neue Tariferhöhung den harten Arbeitsbedingungen Rechnung trägt und eine bedeutende Verbesserung für die Arbeiter darstellt. In der Branche schaut man dem neuen Jahr mit Zuversicht entgegen, da die Verhandlungen nun zu einer Einigung führen konnten.

Die Ecklöhne steigen um 7,5 Prozent auf 19,25 Euro pro Stunde ab dem 1. November 2025 und werden später noch einmal um 4,4 Prozent auf 20,10 Euro ab 1. Oktober 2026 angehoben. Dies sind bedeutende Fortschritte im Hinblick auf faire Entlohnung, die in der Branche hoch im Kurs steht. Die Ausbildungsvergütungen erfahren ebenfalls eine Steigerung: Für das erste Lehrjahr wird die Vergütung um 75 Euro auf 1.125 Euro angehoben. Im zweiten Lehrjahr beträgt sie dann 1.300 Euro und im dritten Lehrjahr 1.550 Euro, was für viele junge Menschen den Einstieg in das Berufsfeld attraktiver macht. Diese Anpassungen machen deutlich, dass das Handwerk ein gutes Geschäft für junge Leute sein kann.

Zusätzliche Vorteile für die Arbeitenden

Ein weiterer wichtiger Punkt der neuen Vereinbarung ist die Einführung eines tariflichen Sommerausfallgelds. Bei extremen Wetterbedingungen haben Betriebe nun die Möglichkeit, zwischen dem 1. Mai und 31. August bis zu 50 Stunden Sommerausfallgeld zu beantragen. In solchen Fällen werden 75 Prozent des Stundenlohns erstattet, sodass die Mitarbeiter*innen nicht auf ihren Löhnen sitzen bleiben. Zudem wird die Zusatzrente um 10 Prozent erhöht, was ein großer Schritt in Richtung Altersabsicherung ist.

Dieser Tarifvertrag endet am 31. Oktober 2027, aber die Anpassungen beim Branchenmindestlohn sind ebenfalls bemerkenswert. Ab dem 1. Januar 2026 wird der Mindestlohn auf 14,35 Euro angehoben, was noch einmal auf 14,90 Euro zum 1. Januar 2027 steigen wird. Diese Erhöhungen sind nicht nur ein finanzieller Spielraum für die Arbeitenden, sondern auch ein positives Signal für die gesamte Branche.

Die Ergebnisse der Tarifverhandlungen wurden von der IG Bau zwar bestätigt, jedoch gab es bisher keine offizielle Pressemitteilung darüber. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der IG Bau bezeichnete den Abschluss als hervorragend und wertete ihn als Durchbruch für den Gesundheitsschutz der Beschäftigten. Damit zeigt sich, dass der Kampf für gerechte Arbeitsbedingungen und faire Löhne auch in stürmischen Zeiten weitergeht.

Die Erhöhung der Löhne und Ausbildungsvergütungen sowie die Einführung spezifischer Regelungen sind nicht nur ein Zeichen der Anerkennung für die schwierigen Arbeitsbedingungen, sondern auch ein klarer Schritt in Richtung einer besseren Zukunft für alle in der Gerüstbau-Branche. Die Menschen können optimistisch auf die nächsten Jahre schauen und sich auf ein gerechteres Arbeitsumfeld freuen.