Schockierende Statistik: Jeder siebte Schüler in Südthüringen ohne Abschluss!
In Südthüringen steigt die Schulabbrecherquote auf 14%. Ein historischer Kontext verdeutlicht die Dringlichkeit dieser Problematik.

Schockierende Statistik: Jeder siebte Schüler in Südthüringen ohne Abschluss!
Wie steht es um die Schulabschlüsse in Südthüringen? Ein besorgniserregender Trend zeichnet sich ab: Jeder siebte Schüler verlässt die 9. Klasse ohne Abschluss. Das bedeutet, dass die Schulabbrecherquote in der Region bei 14 Prozent liegt. Diese hohe Zahl sorgt nicht nur für Diskussionen innerhalb der Bildungspolitik, sondern wird auch als problematisch angesehen, umso mehr in Anbetracht der Geschichte hinter dieser Entwicklung. Laut inSüdthüringen wird darauf verwiesen, dass nach dem Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium vor mehr als 23 Jahren die dringende Notwendigkeit betont wurde, die Zahl der Schulabbrecher zu verringern. Damals hinterließ der Amokläufer einen verstörenden Eindruck, da er die Schule ohne Abschluss verlassen hatte, was als ein möglicher Grund für seine Tat gesehen wird.
In der Vergangenheit erhielten Abiturienten zudem nicht automatisch einen Realschulabschluss. Das hat sich mittlerweile geändert, doch die Herausforderungen bleiben bestehen und stellen das Bildungswesen vor große Aufgaben. Um die Situation genau unter die Lupe zu nehmen, bietet das Statistische Informationssystem Bildung (SIS) in Thüringen einen nützlichen Überblick. Laut den Angaben auf Schulportal Thüringen werden hier jährlich Daten von jeder einzelnen Schule erfasst und gespeichert. Diese Informationen sind ein wertvoller Einblick in die Entwicklungen des Thüringer Bildungssystems und ermöglichen eine Vielzahl von Auswertungen sowie Vergleiche über Jahre hinweg.
Ein Blick auf den Bildungsbericht
Der Bildungsskandal ist nicht nur ein örtliches Problem, sondern spiegelt sich in umfassenden Berichten wider. Der erste Bildungsbericht Thüringens stellt eine detaillierte Bestandsaufnahme des Bildungssystems dar. Ziel dieser Berichterstattung, die auf empirisch fundierten Daten beruht, ist es, die Bevölkerung über bildungsrelevante Fakten zu informieren und die Sensibilisierung für zentrale Probleme zu erhöhen. Die Stadt Erfurt erstellt seit 2012 regelmäßig solche Bildungsberichte, die sowohl formale als auch non-formale und informelle Lernaspekte einbeziehen. Ein Beispiel dafür ist der Bildungsbericht der Stadt Jena 2018, der im Rahmen des Programms “Bildung integriert” gefördert wurde und maßgebliche Entwicklungen analysiert, wie man auf Bildungsserver nachlesen kann.
Blickt man auf die Berichte der vergangenen Jahre zurück, erkennt man, dass sowohl der Kyffhäuserkreis als auch die Stadt Jena mehrere Fortschreibungen in ihren Bildungsberichten vorgenommen haben. Deren Inhalte reichen von frühkindlicher Bildung über schulische Bildung bis hin zu beruflichen Ausbildungswegen. Hierbei wird stets das Konzept des “Lebenslangen Lernens” berücksichtigt, um die bildungsrelevante Entwicklung umfassend darzustellen.
Es bleibt zu hoffen, dass die Initiativen rund um diese Berichte und die konkrete Analyse der Schul- und Abschlusssituation dazu beitragen, die Quote der Schulabbrecher in Thüringen bald zu senken. Bleibt zu wünschen, dass sich die Bildungslandschaft entsprechend wandelt und mehr Schüler erfolgreich ihren Abschluss machen können.