Fremde und Heimat: Weimar feiert Festival der Migration!
Weimar feiert das Festival "Fremde [und] Heimat" vom 31.10. bis 1.11.2025, das Migrationsthemen mit über 30 Veranstaltungen thematisiert.
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Fremde und Heimat: Weimar feiert Festival der Migration!
In Weimar wird es am kommenden Freitag bunt und vielseitig, denn das Festival “Fremde [und] Heimat” startet und bringt zum Thema Migration über 30 spannende Veranstaltungen bis Sonntag auf die Beine. Von Vorträgen über Podiumsgespräche bis hin zu Filmvorführungen und szenischen Lesungen wird für jeden Geschmack etwas geboten. Das gesamte Programm wird von Andreas Braune, einem erfahrenen Historiker und Festivalleiter, geleitet, der die entscheidende Rolle der Migration in der deutschen Geschichte unterstreicht. Braune betont, dass Migration nicht nur ein aktuelles Thema ist, sondern tief in der deutschen Vergangenheit verwurzelt liegt.
Das Festival, das vor der umstrittenen “Stadtbild”-Debatte von Bundeskanzler Friedrich Merz geplant wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, die Diskussion über Migration zu versachlichen. Im kulturellen Zentrum Mon ami wird das Event mit einem besonderen Gespräch zwischen Michel Friedman und Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow eröffnet – eine Diskussion über die Frage: “Wie findet man Heimat?”
Ein Blick zurück und nach vorne
In den letzten 15 Jahren hat sich das Festival als feste Größe etabliert und bietet immer wieder neue Perspektiven auf das Thema Migration. Historische Komponenten sind unverzichtbar: Deutschland war im 19. Jahrhundert ein Auswandererland, während in der NS-Zeit viele Deutsche ins Exil gezwungen wurden. Auch nach dem Krieg prägten Flucht und Vertreibung von Deutschen die Migrationsgeschichten. Der Zeitraum der DDR war ebenfalls von einer Migration geprägt, als viele Menschen von Ost- nach Westdeutschland zogen. Diese historischen Ereignisse fließen jetzt in die Programmgestaltung ein, die sich besonders auf deutsche Migrationsgeschichten der jüngeren Vergangenheit konzentriert.
Besonderes Augenmerk legt das Festival auch auf eine Veranstaltung, die die Fragen rund um Deutschsein und Europa behandelt. So bietet sich den Besucher:innen die Gelegenheit, ihre eigenen Gedanken zum Thema Migration und Identität zu reflektieren und in den Austausch zu treten.
Vielfalt im Programm
Die Vielfalt der Veranstaltungen reicht von interessanten Führungen an besondere Orte über Kneipenquiz bis hin zu ansprechenden Filmvorführungen. Diese unterschiedliche Programmgestaltung wird durch die Unterstützung der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie der Stadt Weimar ermöglicht. Mit jedem Jahr wächst die Bedeutung des Festivals, nicht nur für Weimar, sondern für das gesamte Land.
Ein gutes Händchen beim Festival haben die Organisatoren, die mit viel Herzblut ein wichtiges gesellschaftliches Thema anpacken. Da gibt’s nicht nur einen Grund mehr, die eigenen Ansichten zu Migration zu hinterfragen, sondern auch die Chance, neue Perspektiven kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Das Festival ist mit seinen vielfältigen Programmpunkten fest entschlossen, Migration in einem neuen Licht zu zeigen und die Begegnung mit der eigenen Geschichte zu fördern. Somit warten auf alle Teilnehmenden wertvolle Impulse und erweiterte Horizonte.