Zwei Millionen Euro für digitale Zukunft von Weimars Fernwärme!
Stadtwerke Weimar erhält 2 Mio. Euro für Digitalisierung des Fernwärmenetzes, um Effizienz und Klimaschutz zu fördern.

Zwei Millionen Euro für digitale Zukunft von Weimars Fernwärme!
In einem bedeutenden Schritt für die Energiewende haben die Stadtwerke Weimar heute den Förderbescheid über rund zwei Millionen Euro erhalten. Dieses Geld wird aus den EFRE-Mitteln des Thüringer Landesverwaltungsamts bereitgestellt und ist Teil des Projekts „Neu- und Ausbau von Fernwärmenetzen in zentralen Orten (NAF)“. Mit diesen Mitteln wird die Digitalisierung des Fernwärmenetzes vorangetrieben, um den Anforderungen der modernen Energieversorgung gerecht zu werden. Oberbürgermeister Peter Kleine sieht in diesem Vorhaben einen wichtigen Impuls sowohl für den Umweltschutz als auch für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt.
Das Herzstück des Projekts sind intelligente Hausanschlussstationen (iHAST), die nicht nur die Wärmeübertragung übernehmen, sondern auch Mess- und Betriebsdaten erfassen sowie steuern. Diese innovative Technologie ermöglicht eine wesentlich bessere Kostenkontrolle und steigert gleichzeitig den Komfort und die Versorgungssicherheit für rund 9.000 Kundinnen und Kunden in Weimar. „Die Förderung spielt eine zentrale Rolle in der Modernisierung unseres Netzes“, betont die Geschäftsführerin der Stadtwerke, Constanze Reppin.
Digitalisierung und Klimaschutz im Fokus
Staatssekretär Tobias Knoblich hebt die Verbindung von Digitalisierung und Klimaschutz hervor: „Wir müssen die Digitalisierung nutzen, um unsere Klimaziele zu erreichen.“ In Deutschland entfallen etwa 40 % des Endenergieverbrauchs auf den Gebäudebereich, wobei bis zu 80 % der Wärme in städtischen Agglomerationen verbraucht wird. Die Einführung von iHAST-Systemen in Weimar ist damit ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Energieeffizienz in Städten und zur Integration erneuerbarer Energien in bestehende Fernwärmesysteme. Experten sind sich einig, dass die Digitalisierung der Fernwärme essenziell ist, um Anlagen- und Netzbetriebe zu optimieren und die Dekarbonisierung voranzutreiben.
Weltweit stammt Fernwärme häufig aus fossilen Quellen, was die Notwendigkeit hervorhebt, Erdgas und Kohle durch nachhaltige Energieträger zu ersetzen. Eine effiziente und flexible Zusammenarbeit der verschiedenen Technologien wird gefordert, um den Umbau der Systeme voranzubringen. Die Stadtwerke Weimar zeigen, dass in der Digitalisierung großes Potenzial steckt, um die Wärmeerzeugung in Zukunft nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch wirtschaftlicher zu gestalten.
Kooperation und Fachwissen
Die Stadtwerke Weimar arbeiten auch eng mit verschiedenen Partnern in der Branche zusammen. Dazu gehören die Stadt Olbersdorf und mehrere Energieversorger wie die TEAG Thüringer Energie AG sowie die SWE Energie GmbH. Das Projekt wird durch das Sächsische Staatsministerium des Innern gefördert. Außerdem engagieren sich renommierte Institutionen wie die Technische Universität Dresden und das Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart in der wissenschaftlichen Begleitung des Vorhabens.
Mit der digitalen Modernisierung der Fernwärmeversorgung zielt das Projekt nicht nur auf technische Effizienz, sondern auch auf eine dauerhafte Verbesserung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in Weimar ab. Die ersten iHAST-Stationen sollen noch im Jahr 2025 in Betrieb gehen, und der vollständige Projektabschluss ist bis 2027 geplant.
Die Fortschritte in diesem Bereich zeigen eindrucksvoll, wie die Verknüpfung von Technologie und Umweltbewusstsein grundlegende Veränderungen im Energiesektor ermöglichen kann. Das Beispiel Weimar könnte Vorbild für andere Städte sein, die ebenfalls auf den Zug der Digitalisierung aufspringen wollen, um sich für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten.