Oderbrücke: Ein Film über die verbindende Kraft von Frankfurt und Slubice
Frankfurt (Oder) verbindet Tradition mit Moderne: Die Grenzstadt profitiert von der Oderbrücke und dem Kleist-Museum.

Oderbrücke: Ein Film über die verbindende Kraft von Frankfurt und Slubice
Die Oder wird heute mehr als nur als Grenze wahrgenommen – sie fungiert als verbindendes Element zwischen Frankfurt (Oder) und Slubice in Polen. Diese aufblühende Grenzregion ist nicht nur geografisch, sondern auch kulturell und sozial eng miteinander verwoben. Die Oderbrücke ist da eine lebenswichtige Ader, die es den Bewohnern beider Städte ermöglicht, regelmäßig pendeln und sich miteinander austauschen zu können. Ein neuer Film beleuchtet die positiven Aspekte dieses grenzüberschreitenden Lebens, stellt Persönlichkeiten vor, die die Region prägen, wie einen Oder-Kapitän und einen Straßenbahn-Retter, sowie eine Rückkehrerin aus Indien und einen Visionär, der mit seiner Idee „Slubfurt“ eine Brücke zwischen den Kulturen schlagen möchte. Der RBB berichtet, dass Frankfurt (Oder) auch für seine erfolgreichen Tiefkühl-Hefeklöße bekannt ist und das einzige Kleist-Museum der Welt beherbergt.
Im Kleist-Museum, das ein bedeutender kultureller Anziehungspunkt in der Stadt ist, setzen sich Studierende der Europa-Universität Viadrina intensiv mit dem berühmten Schriftsteller Heinrich von Kleist auseinander. In einem speziellen Seminar haben 15 Studierende ein Semester lang das Leben und Werk Kleists erforscht. Durch eine Fortbildung im Kleist-Museum zur Ausbildung von Storyteller-Guides wurden sie von Kleist-Neulingen zu echten Kennerinnen, die nun Führungen durch die Dauerausstellung „Rätsel, Kämpfe, Brüche“ anbieten können. Das Viadrina Logbuch berichtet über die aufregenden Entwicklungen und die Erfolge der beiden Studierenden, Weronika Ciepielewska und Agnieszka Kryszczuk, die am 11. Februar 2022 in einer öffentlichen Tour ihre Prüfung ablegten.
Kultur und Bildung im Vordergrund
Was in der Region nicht nur kulturell, sondern auch akademisch von Bedeutung ist, zeigt das internationale Symposium, das sich mit den universitätspolitischen Transformationen seit den 1970er Jahren beschäftigt hat. Hier wird diskutiert, wie akademische Alltagsräume und die Lehr-, Forschungs- und Förderpolitiken beeinflusst wurden. Die Uni Graz informiert über die verschiedenen Themen, die im Rahmen dieses Symposiums behandelt wurden, vor allem den Umbau europäischer Universitäten zu wettbewerbsfähigen Unternehmen in der globalen Wissensgesellschaft.
Die Studierenden des Kleist-Museums tragen dabei mit ihrem Wissen und ihrer Begeisterung zur Verbreitung von Kleists Werk und dessen Bedeutung in der Region bei. Es ist bemerkenswert, dass zehn der 15 ausgebildeten Guides bereits Führungen anbieten können, und dass künftige Programmpunkte auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. So wird das Kleist-Museum nicht nur zu einem Ort des Lernens über die Literatur, sondern auch zu einem Ort der Begegnung und des interkulturellen Austausches.
Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass die Oderregion, mit ihren kulturellen Angeboten und Bildungseinrichtungen, mehr denn je als europaweite Schnittstelle fungiert. Lebensqualität und interkulturelles Verständnis stehen hier im Fokus und das ist genau das, was die Menschen in Frankfurt (Oder) und Slubice zusammenschweißt.