Alarmstufe Rot: Hornissen und invasive Arten bedrohen unsere Natur!
Invasive Arten bedrohen die Biodiversität in Deutschland; Hornissen und Felsenaustern verursachen ernste Probleme für Landwirtschaft und Umwelt.

Alarmstufe Rot: Hornissen und invasive Arten bedrohen unsere Natur!
In der Natur sehen viele Dinge auf den ersten Blick harmlos aus, doch bei näherer Betrachtung kann sich überraschen, wie gefährlich sie tatsächlich sind. Das aktuelle Thema in Köln sind invasive Tierarten, die nicht nur unsere heimischen Ökosysteme gefährden, sondern auch die Landwirtschaft und Imkerei unter Druck setzen. Dies berichtet der Spiegel, der auf die Warnungen des Deutschen Imkerverbands aus dem vergangenen Jahr verweist.
Ein besonderes Augenmerk gilt der asiatischen Hornisse, die Ende 2024 in Hamburg zum ersten Mal in Deutschland gesichtet wurde. Diese Art, die ursprünglich in Indien und Teilen Chinas beheimatet ist, zeigt sich aggressiv gegenüber heimischen Bienen und könnte zu einem Rückgang ihrer Bestände führen. Im französischen Raum haben ähnliche Ausbreitungen bereits zu ernsthaften Problemen für die Bienenzucht geführt, mit zahlreichen Berichten über Angriffe auf Menschen durch diese Hornissen, die teils in kritischem Gesundheitszustand endeten.
Die Gefahren für die Landwirtschaft
Die Risiken durch invasive Arten beschränken sich jedoch nicht nur auf die Bienenzucht. In Galizien und Portugal wurden jüngst erhebliche Schäden im Obst- und Weinbau festgestellt. Die asiatische Hornisse führt nicht nur zu einem Rückgang der Bienenpopulationen, sondern bedroht auch andere heimische Insektenarten, die bereits unter Druck stehen. Regional wird deshalb ein dringlicher Handlungsbedarf festgestellt, um die negativen Auswirkungen invasiver Arten zu mindern, wie der Weltbiodiversitätsrat IPBES in einem aktuellen Bericht herausstellt.
Zusätzlich schockiert die unkontrollierte Ausbreitung der Felsenauster in der Nordsee. Diese ursprünglich pazifische Art stellt eine erhebliche Bedrohung für die heimischen Vogelarten dar, da ihre harte Schale von diesen nicht geknackt werden kann. Für Fischer könnte es ein wirtschaftlicher Vorteil sein, doch die ökologischen Konsequenzen sind nicht zu unterschätzen.
Klimawandel und Globalisierung als Brandbeschleuniger
Umweltwissenschaftler warnen darüber hinaus, dass die Globalisierung und der Klimawandel Bedingungen schaffen, unter denen sich invasive Arten noch schneller verbreiten können. Exotische Mückenarten sind bereits ein Beispiel dafür, dass wärmere Winter diesen Prozess begünstigen. Es braucht jedoch nicht nur Forschung, sondern auch koordinierte Aktionen von Behörden, um das Risiko invasiver Arten zu managen – Prävention ist der beste Ansatz, betonen die Experten.
Die Situation ist also mehr als besorgniserregend. Um die heimischen Ökosysteme zu schützen und unsere Landwirtschaft zu bewahren, müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen, damit wir nicht von der Übernahme invasiver Arten überrannt werden. Die Debatte über die richtige Strategie hat begunnen, doch das Volk ist gefordert, sich ebenfalls einzubringen und auf die Gefahren aufmerksam zu machen.