Dachstuhl in Berlin droht einzustürzen – 13 Personen evakuiert!
In Berlin-Mitte wurde ein fünfstöckiges Gebäude wegen drohender Einsturzgefahr geräumt. Feuerwehr und THW sichern den Dachstuhl.

Dachstuhl in Berlin droht einzustürzen – 13 Personen evakuiert!
Ein dramatisches Szenario entfaltete sich am Donnerstagvormittag in der Reinhardtstraße in Berlin-Mitte, als der Dachstuhl eines fünfstöckigen Wohn- und Geschäftsgebäudes akut einsturzgefährdet war. Um 10:01 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, nachdem auffällige Veränderungen der Baustatik festgestellt wurden. Der Dachstuhl hatte sich spürbar nach vorn verschoben und drückte die Fassade des Gebäudes nach außen. Laut Feuerwehrsprecher Dominik Pretz sind 13 Bewohner des Gebäudes betroffen, die aufgrund der akuten Gefahr evakuiert werden mussten. Einige Mieter sind derzeit im Urlaub oder nicht zuhause, während 17 weitere Personen bis zur Klärung der Situation in Sicherheit gebracht werden konnten.
Das Grundstück befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Friedrichstadtpalast, an einer stark frequentierten Ecke der Stadt. Besorgniserregend ist, dass die Absenkung des Daches und die Verschiebung der Fassade nicht erst seit heute zu beobachten sind. Ein Google Street View Foto aus dem Jahr 2022 zeigt bereits eine frühere Verschiebung des Dachstuhls. Ein Statiker hat das Gebäude als einsturzgefährdet eingestuft, jedoch betrifft das Problem ausschließlich den Dachstuhl. Das darunter liegende Gebäude bleibt laut den Experten stabil und sicher.
Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen
Um den betroffenen Bereich abzusichern, wurde die Reinhardtstraße zwischen der Friedrichstraße und der Albrechtstraße gesperrt. Das Technische Hilfswerk (THW) ist mit über 50 Spezialkräften und modernen Fahrzeugen im Einsatz, darunter ein Kran. In der kommenden Nacht sollen die Arbeiten am Dachstuhl fortgesetzt werden, wobei auch Stützelemente wie Stahlseile und Balken zum Einsatz kommen, um das Dach provisorisch abzufangen. Parkende Autos wurden entfernt, um Platz für die Hilfskräfte und Sicherheitsmaßnahmen zu schaffen, und die Abschleppkosten werden nicht erhoben.
Einsatzkräfte und Polizei haben den Zugang zum Gebäude für die Öffentlichkeit gesperrt, um die Sicherheit zu garantieren. Geschäftsnachbarn im Erdgeschoss mussten während der Arbeiten ebenfalls ihre Türen schließen, um weitere Risiken zu vermeiden. Der THW-Fachberater Friedrich Engel gab an, dass der Dachstuhl nun mit Stahlseilen gesichert werden soll. Weitere Maßnahmen sind für den Nachmittag angesetzt.
Hintergründe zur Stabilität von Gebäuden
Einstürze, wie diese bedrohliche Situation zeigt, sind ein häufig auftretendes Problem bei der Sanierung von alten Gebäuden, besonders in Gebieten mit instabilen Böden. Ein profundes Verständnis der Ursachen für strukturelles Versagen ist entscheidend, um frühzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen, die die Sicherheit der Gebäudestrukturen gewährleisten. Oft sind es Faktoren wie geologische Bedingungen, Alterung der Baumaterialien oder unsachgemäße Planung, die zu solchen Vorfällen führen können. Auch klimatische Veränderungen und Menschenschäden—etwa durch Vibrationen—spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle.
In diesem speziellen Fall sind verschiedene Strategien zur Minderung des Risikos erforderlich, unter anderem umfassende Zustandserfassungen und kontinuierliche Überwachung der Gebäude, um potenzielle Probleme frühzeitig zu identifizieren und entgegenzuwirken. Laut Experten sind die Weichen für eine erfolgreiche Sanierung oft nur gegeben, wenn die Ursachen klar erkannt werden und präventive Maßnahmen ergriffen werden, bevor katastrophale Folgen eintreten.
Ob die Bewohner bereits am Freitagnachmittag wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können, bleibt abzuwarten. Auch, wie sich die Situation bezüglich der Stabilität des Dachstuhls auf das gesamte Gebäude entwickeln wird, bleibt spannend. Die vorsorglichen Maßnahmen sind jedoch ein gutes Zeichen für die Wohnungen und Geschäfte in der Umgebung, die für die Kölner Bevölkerung weiterhin einen hohen Nutzen darstellen.
Für weitere Informationen und Updates zur laufenden Situation stehen Ihnen verschiedene Medienberichte zur Verfügung: Bild, RBB24, und Biblus.