Mehr als 50.000 Teilnehmer: Großdemo All Eyes on Gaza in Berlin!

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Am Samstag, den 25.09.2025, erwartet Berlin eine große pro-palästinensische Demonstration unter dem Motto "All Eyes on Gaza".

Am Samstag, den 25.09.2025, erwartet Berlin eine große pro-palästinensische Demonstration unter dem Motto "All Eyes on Gaza".
Am Samstag, den 25.09.2025, erwartet Berlin eine große pro-palästinensische Demonstration unter dem Motto "All Eyes on Gaza".

Mehr als 50.000 Teilnehmer: Großdemo All Eyes on Gaza in Berlin!

Am Samstag, den 30. September 2025, wird Berlin zum Schauplatz einer bedeutenden Pro-palästinensischen Demonstration unter dem Motto „All Eyes on Gaza“. Mehr als 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden erwartet, was diese Veranstaltung zu einer der größten in Deutschland machen könnte, seit den aktuellen Protesten gegen die Situation im Gazastreifen. Organisatoren und Mitveranstalter wie Jules El-Khatib sind optimistisch und wollen die Teilnehmerzahl der bisherigen größten Demo, die etwa 50.000 Menschen anzog, übertreffen. Ein Bündnis aus 50 Organisationen, darunter die Palästinensische Gemeinde Deutschland, Medico International und Amnesty International, hat zu diesem Event aufgerufen.

Die Straßen Berlins werden ab Freitag gesperrt, damit der Erwartungen gerecht werden kann. Die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) hat bereits angekündigt, dass die Straße des 17. Juni sowie die Yitzhak-Rabin-Straße ab Samstagmorgen bis in die Nacht zum Sonntag nicht befahrbar sein werden. Dies bedeutet: Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich rechtzeitig nach Alternativen umsehen. Der Demonstrationszug wird um 14:30 Uhr am Neptunbrunnen starten und sich danach durch das Herz der Hauptstadt bewegen, bevor er am Großen Stern zu einer Kundgebung von 17 bis 21 Uhr endet.

Teilnehmer und Botschaften

Für die Veranstaltung haben die Organisatoren prominente Redner eingeladen. Unter den Künstlern, die ihren Auftritt zum Besten geben werden, sind unter anderem K.I.Z, Ski Aggu und Pashanim. Auch jüdische Stimmen wie der Musiker Michael Barenboim werden zu hören sein. Die Demonstration wird von einem klaren Aufruf begleitet: Sie verurteilt die Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen sowohl von israelischer als auch von palästinensischer Seite, richtet die Hauptkritik jedoch an die israelische Regierung. Der Aufruf umfasst auch die Forderung nach einem Stopp aller deutschen Waffenlieferungen an Israel.

Trotz der hohen Erwartungen gibt es einige kontroverse Aspekte. Die Polizei hat für diese Demo nur 30.000 Teilnehmer registriert – eine Diskrepanz, die Fragen aufwirft. Zudem sind in den letzten Wochen auch islamistische Gruppen in bestimmten Teilen der Demonstrationen aufgetaucht, die Teile der Protestbewegung in ein schlechtes Licht drücken könnten. Gemäß Berichten des Bundeszentrale für politische Bildung fanden seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 in Deutschland regelmäßig Pro-palästinensische Demos statt, die meist friedlich verliefen, jedoch wiederholt kritisiert wurden.

Der Rahmen und die Forderungen

Die Demonstranten fordern einen sofortigen Waffenstillstand und die ungehinderte Zuführung humanitärer Hilfe in den Gazastreifen. Aktivistin Amal Hamad hat betont, dass die Proteste sich gegen das Unrecht im Gazastreifen richten und nicht gegen die jüdische Gesellschaft in Deutschland. Rassistische oder antisemitische Äußerungen werden bei der Veranstaltung nicht geduldet, auch wenn einige Initiatoren in der Vergangenheit mit Antisemitismusvorwürfen konfrontiert wurden, die sie vehement zurückweisen. El-Khatib hat zudem erneut sein Bekenntnis zum Existenzrecht Israels bekräftigt.

Angesichts der Polarität und des sensiblen Themas, das die gesamte Region betrifft, werden die Sicherheitsbehörden ganz Ohr sein. Es bleibt zu hoffen, dass die Kundgebung, die vielschichtige Botschaften transportiert, nicht durch Ausschreitungen in einem negativen Licht dargestellt wird. Wie schon oft zuvor, veranschaulicht diese Demonstration den Kampf um Gehör und Verständnis auf beiden Seiten des Konflikts.

Wer also am Samstag in Berlin unterwegs ist, sollte sich auf eine lebhafte und gut besuchte Demonstration einstellen, die einmal mehr zeigt, dass die Menschen in Deutschland bereit sind, für ihre Überzeugungen und Ansichten einzustehen.