Technikmuseum Berlin in Gefahr: Exponate drohen zu verfallen!
Das Berliner Technikmuseum sucht dringend ein neues Depot für über 200.000 Exponate. Senat unter Druck, schnelle Entscheidung zu treffen.

Technikmuseum Berlin in Gefahr: Exponate drohen zu verfallen!
Im Herzen Berlins, genauer gesagt am Trebbiner Straße 9, ist das Deutsche Technikmuseum ein beliebtes Ziel für über 720.000 Besucher jährlich. Doch nicht nur die Faszination alter Technik zieht die Menschen an, auch die Berliner Küche im dazugehörigen “Café Anhalt” wird geschätzt. Hier genießen Gäste Gerichte wie Currywurst, schwäbische Käsespätzle und vegane Curries, während sie inmitten von Ausstellungen zu Luftfahrt, Schifffahrt und mehr verweilen. Alle Infos zu den Öffnungszeiten und dem Kontakt für Veranstaltungen sind auf der Webseite des Museums zu finden.
Doch während die Besucherzahlen am steigen sind, steht das Technikmuseum vor einer Herausforderung: Es fehlt an Platz für die beeindruckenden Sammlungen. Mehr als 200.000 Exponate benötigen dringend ein neues Zuhause. Ein Appell an den Senat wurde bereits ausgesprochen, denn die derzeitige Lagerung in den maroden Hallen in Reinickendorf ist alles andere als ideal. Laut Tagesschau sind die alten Hallen nicht nur in einem bedenklichen Zustand, sondern auch gefährlich: Regen dringt ein, und ungebetene Gäste wie Ratten und Marder haben die Hallen als ihr Zuhause auserkoren.
Ein bestehendes Risiko
Zusätzlich zum unaufhaltsamen Verfall der Hallen ist der Brandschutz ein großes Thema. Die Feuerwehr würde im Brandfall nicht eingreifen, was einen Totalverlust der Sammlung bedeuten könnte. Über 80% der nicht ausgestellten Exponate sind in diesen alten Hallen untergebracht, was die Dringlichkeit eines Umzugs unterstreicht. Depotleiter Ruppert macht klar, dass die Exponate, die wir alle lieben, ernsthaft leiden. Der Druck auf den Senat wächst, insbesondere mit der Verzögerung beim neuen Museum “Berlin Modern”, das bis 2029 fertiggestellt werden soll.
Der Standort in der Goerzallee, ein ehemaliges Ford-Werk in Berlin-Steglitz, wird als Favorit für ein neues Depot angesehen, da er gut erreichbar ist. Alternativ steht ein Neubau auf einer Freifläche in Brandenburg im Raum. Aber beide Optionen bleiben bis auf weiteres unentschieden, da der Senat argumentiert, Unternehmensansiedlungen auf dem Gelände sei von wirtschaftlicher Bedeutung.
Unterstützung für das Technikmuseum
Hier kommt der SPD-Abgeordnete Sven Heinemann ins Spiel. Er betont die Anziehungskraft des Technikmuseums und fordert schnelle Entscheidungen während der Haushaltsberatungen. Mit über 700.000 Besuchern im Jahr 2024 und einem klaren Fokus auf den Erhalt der Berliner Industriegeschichte ist die Notwendigkeit eines neuen Depots für die Zukunft des Museums mehr als gegeben. Das gesamte Berliner Publikum sollte darauf drängen, dass die Stadt schnell handelt.
Für diejenigen, die das Technikmuseum noch nicht besucht haben: Es bietet spannende Einblicke in die Kulturgeschichte der Technik und ist eine wahre Fundgrube für Interessierte. Und genießen Sie dabei eine Tasse Bio-Kaffee oder ein Stück Kuchen im Café Anhalt – denn so sieht ein gelungener Tag aus!
Wenn Sie mehr über die Angebote und die aktuelle Situation des Technikmuseums erfahren möchten, besuchen Sie die Webseite des Museums: Technikmuseum Berlin.