Achtung, Brandenburg: Hohe Waldbrandgefahr – So schützen Sie sich!
Barnim kämpft mit hoher Waldbrandgefahr. Sensibilisierung für Vorsichtsmaßnahmen und Umgang mit Feuer essenziell.

Achtung, Brandenburg: Hohe Waldbrandgefahr – So schützen Sie sich!
Nach den jüngsten Hitzewellen hat Brandenburg wieder mit einer hohen Gefahr für Waldbrände zu kämpfen. Wie das Stern berichtet, hat das Umweltministerium die Bevölkerung über die wachsende Waldbrandgefahr in mehreren Landkreisen informiert. Besonders im Südwesten Brandenburgs sowie in Barnim und Märkisch-Oderland ist die Waldbrandgefahr momentan hoch. In insgesamt sieben weiteren Landkreisen wird sogar eine mittlere Gefahr festgestellt.
Was genau bedeutet das für die Waldbesucher? Die Waldbrandgefahrenstufen reichen von 1 (sehr geringe Gefahr) bis 5 (sehr hohe Gefahr). Aktuell sind die Stufen 3 und 4 aktiv, was bedeutet, dass der kleinste Funke bereits eine erhebliche Katastrophe auslösen kann. Daher ruft das Ministerium eindringlich dazu auf, in den Wäldern besonders vorsichtig zu sein und auf offenes Feuer sowie Rauchen zu verzichten.
Ein Blick auf die Waldflächen und Risiken
Brandenburg ist bekannt für seine weitläufigen Wälder, die sich über etwa 1,1 Millionen Hektar verteilen und rund 37 Prozent der Landesfläche ausmachen. Doch die Schönheit der Natur hat ihren Preis, besonders wenn wir bedenken, dass menschliches Handeln für mehr als 90 Prozent aller Waldbrände verantwortlich ist. Wie unter mleuv.brandenburg.de zu lesen ist, sind die Folgen durch unachtsames Verhalten verheerend. Ordnungswidrigkeiten können gemäß Waldgesetz mit Geldbußen von bis zu 20.000 Euro geahndet werden.
Die Situation hat sich in den letzten Jahren verschärft. Statistiken zeigen, dass es im Jahr 2023 in Deutschland 1.059 Waldbrände gab, was im Vergleich zu 2022 einen Rückgang um die Hälfte darstellt. Doch die betroffenen Flächen sind alarmierend: In Brandenburg betrug die betroffene Waldfläche 765,2 Hektar und stellt damit mehr als die Hälfte der gesamten Brandfläche in Deutschland dar. Besonders kritisch war die Region Jüterbog mit rund 705 Hektar Brandfläche auf einem früheren Truppenübungsplatz, wie das Umweltbundesamt berichtet.
Langfristige Prognosen und Vorsichtsmaßnahmen
Die Risiken durch Waldbrände werden in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich steigen, da höhere Temperaturen und weniger Niederschläge erwartet werden. Untersuchungen zeigen, dass vor allem jüngere und lichte Nadelwälder mit dichtem Unterwuchs als besonders gefährdet gelten. Die Empfehlung für einen vorbeugenden Schutz lautet, Nadelbaummonokulturen in Mischwälder mit höherem Laubholzanteil umzubauen.
Angesichts der aktuellen Gefahrenlage sind Vorsichtsmaßnahmen mehr als nur ein Schlagwort. Die Bevölkerung ist aufgerufen, achtsam und respektvoll mit der Natur umzugehen. Wir müssen ein gutes Händchen haben und alle an einem Strang ziehen, damit unsere Wälder auch in Zukunft für zahlreiche Generationen ein Rückzugsort bleiben.