Tanz im August 2025: Ein Festival der Vielfalt und politischen Stimmen!

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Das Festival "Tanz im August" 2025 in Berlin startet am 13. August mit internationalen Produktionen zu queerfeministischen Themen.

Das Festival "Tanz im August" 2025 in Berlin startet am 13. August mit internationalen Produktionen zu queerfeministischen Themen.
Das Festival "Tanz im August" 2025 in Berlin startet am 13. August mit internationalen Produktionen zu queerfeministischen Themen.

Tanz im August 2025: Ein Festival der Vielfalt und politischen Stimmen!

In Köln wächst die Vorfreude auf das bevorstehende Altstadt-Event „Tanz im August“, das von Mittwoch, dem 13. August bis zum 30. August 2025 in Berlin stattfindet. Unter der Leitung von Ricardo Carmona, der zum dritten Mal für das Festival verantwortlich ist, erwarten die Besucher:innen 20 unterschiedlich spannende Produktionen, darunter drei Uraufführungen und zehn Deutschland-Premieren. Für Carmona, der zuvor als Kurator für Tanz am HAU tätig war, steht die Verbindung von queeren Perspektiven und postkolonialen Themen im Mittelpunkt der künstlerischen Ausrichtung, was auch die Vielfalt der eingeladenen Künstler:innen widerspiegelt. So berichtet rbb24, dass das Programm in diesem Jahr fast ausschließlich von jungen Tanzkünstlerinnen und -künstlern gestaltet wird.

Besonders bemerkenswert ist die internationale Ausrichtung des Festivals mit Produktionen aus weit über den europäischen Tellerrand hinaus, unter anderem aus Südkorea, Thailand, Afrika, Brasilien, Libanon, Spanien, Irland und Portugal. Während andere große Companien aus Europa und den USA fehlen, möglicherweise aufgrund von finanziellen Engpässen, zeigt sich das Festival mutig und präsent in seiner thematischen Ausrichtung. So werden in den Aufführungen Themen wie queerfeministische, nicht-binäre, und transidentitäre Ansätze behandelt. Auch kritische gesellschaftliche Probleme wie Klassismus, Rassismus und Neokolonialismus nehmen eine zentrale Rolle ein, was das Festival zu einem wichtigen Raum für politische Diskussionen macht.

Vielfältige Themen und spannende Produktionen

Eine Vielzahl von Choreographien, die bedeutende soziale Fragestellungen aufgreifen, steht im Zentrum des Programms. So wird Inka Romani aus Valencia mit „Fandango Reloaded“ einen fast vergessenen Volkstanz neu interpretieren. Nora Chipaumire aus Simbabwe beschäftigt sich in ihrer Performance „Dambudzo“ mit dem Widerstand gegen neokoloniale Kontrollen, während Radouan Mriziga mit „Magec / the Desert“ den indigenen Kultur und Mythologie Nordafrikas einen Raum gibt. Besonders berührend ist die Hommage von Yara Boustani an ihre Heimatstadt Beirut.

Die politisch relevante Tonalität des Festivals wird durch Daniel Mariblancas „71 Bodies 1 Dance“ unterstrichen, der auf Interviews mit 71 Transgender-Personen basiert. Auch Clara Furey und Xan Dye beschäftigen sich intensiv mit Selbstbestimmung und Identität über gängige Binaritäten hinaus. Ein weiteres Highlight stellt das Stück von Lia Rodrigues dar, das die Abgrenzungen zwischen Menschen und Nationen thematisiert und somit unsere gesellschaftliche Teilung reflektiert.

Festival-Highlights und Bühnen

Ein Blick auf die Höhepunkte des Festivals zeigt eine eindrucksvolle Bandbreite an Themen und künstlerischen Ausdrucksformen: Némo Flouret präsentiert „Derniers Feux“, während Marlene Monteiro Freitas mit „Nôt“ eine Adaption von „Märchen aus 1001 Nacht“ auf die Bühne bringt. Oona Doherty erzählt in „Specky Clark“ von ihrem Ur-Urgroßvater in Belfast und wird gemeinsam mit der Tanzfamilie das Publikum zum Nachdenken anregen.

Der österreichische Tanz wird durch das QueerTango-Festival in Berlin ergänzt, welches vom 10. bis 14. Juli 2025 an den Start geht. Dieses Festival hat sich mittlerweile als eines der bedeutendsten seiner Art etabliert und genießt einen hervorragenden Ruf. Mit über 250 internationalen Teilnehmer:innen und ausverkauften Workshops bietet es eine offene, entspannte Atmosphäre, die den Dialog zwischen Kulturen fördert und den Austausch unter Lesben, Schwulen und Transgender:innen erlebt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Programme des Festivals „Tanz im August“ und das QueerTango-Festival das vielfältige, dynamische und kulturell reiche Gesicht der Tanzszene in Berlin verkörpern. Wer in diesen beiden Wochen den Schritt über die Kölner Stadtgrenzen wagt, wird mit Sicherheit auf viele spannende, bewegende und erkenntnisreiche Momente treffen.