Spreewaldkonserve in Golßen: 200 Jobs fallen weg – Ein Schock für die Region!

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Gurkenhersteller Spreewaldkonserve in Golßen baut Arbeitsplätze ab, während die Produktion bis Jahresende weiterläuft.

Gurkenhersteller Spreewaldkonserve in Golßen baut Arbeitsplätze ab, während die Produktion bis Jahresende weiterläuft.
Gurkenhersteller Spreewaldkonserve in Golßen baut Arbeitsplätze ab, während die Produktion bis Jahresende weiterläuft.

Spreewaldkonserve in Golßen: 200 Jobs fallen weg – Ein Schock für die Region!

In Golßen, einer kleinen Stadt im Dahme-Spreewald, sorgt die Gurkenfabrik Spreewaldkonserve für Aufregung. Der beliebte Produzent von Gurkenkonserven hat die schwierige Entscheidung getroffen, zahlreiche Arbeitsplätze abzubauen. Ab dem kommenden Jahr werden nur noch bis zu 30 von insgesamt mehr als 200 festangestellten Mitarbeitern beschäftigt sein. Dies berichtet rbb24. Damit wird der Standort Golßen, der als größter Arbeitgeber der Stadt gilt, stark geschwächt.

Die Geschäftsführung, unter der Leitung von Till Alvermann, sieht sich mit Millionenverlusten konfrontiert, weshalb das bisherige Geschäftsmodell als nicht tragbar eingeschätzt wird. In der Gurkensaison, die im Oktober endete, wurde bereits angekündigt, die Produktion bis Jahresende wie gewohnt fortzuführen. Im nächsten Jahr wird jedoch eine Umstellung auf einen Saisonbetrieb für die Gurkenproduktion vorgesehen, die voraussichtlich in den Monaten Juli und August stattfinden soll.

Ein Rückblick auf die Herausforderungen

Schmerzhafte Entscheidungen liegen hinter dem Unternehmen. Der Standort in benachbartem Schöneiche wurde bereits aufgegeben. Stattdessen wird in Golßen eine „Rumpfmannschaft“ von gut 20 Personen erhalten bleiben, während in der Saison 180 Saisonarbeitskräfte, überwiegend aus Polen, eingestellt werden sollen. Dies belastet nicht nur die Mitarbeiterschaft, sondern wirft auch Fragen zur Zukunft des Unternehmens auf, das in der Region als Marktführer für Gurkenkonserven bekannt ist.

Besonders betroffen sind die Einwohner von Golßen, denn laut Bürgermeisterin Schulz sind rund 10 Prozent der 2.500 Einwohner im Werk beschäftigt. Mit dem Abbau von Arbeitsplätzen könnte der gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhalt in der kleinen Gemeinschaft in Gefahr geraten. Die Marke „Spreewaldhof“, die seit 1999 innerhalb der EU geschützt ist, wird in Zukunft möglicherweise nicht mehr dieselbe Bedeutung haben, die sie einmal hatte.

Wie geht’s weiter?

Die Zukunft der Spreewaldkonserve bleibt ungewiss. Die Entscheidung, von einem Ganzjahresbetrieb auf einen Saisonbetrieb umzuschwenken, könnte die Marke schwächen, die nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit geschätzt wird. Die eigentliche Gurkensaison hat im vergangenen Monat geendet, und nun blickt man mit Bangen auf die Ernte im kommenden Jahr. Das Unternehmen gehört seit 2021 zum französischen Lebensmittelkonzern Andros, was gleichzeitig sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringt.

Die lokale Gemeinschaft hofft jedoch, dass innovative Ansätze und eine solide Unternehmensführung die bisherige Tradition der Gurkenproduktion in Golßen aufrechterhalten können. Werden die Spreewälder Gurken auch in Zukunft in den Regalen der Geschäfte stehen? Die Zeit wird es zeigen.