Razzia in Nauen: Drogenlabor mit 100 Kilo Partydrogen entdeckt!
Polizei hebt im Havelland ein großes Drogenlabor aus, sichert 100 Kilo Drogen und festnimmt zwei Verdächtige.

Razzia in Nauen: Drogenlabor mit 100 Kilo Partydrogen entdeckt!
Im Landkreis Havelland hat die Polizei in Kooperation mit der Zollfahndung ein großes Drogenlabor enttarnt. Bei einem umfangreichen Einsatz, der am 29. Oktober 2025 stattfand, wurden zwei Tatverdächtige festgenommen und mehr als 200.000 Euro Bargeld sowie circa 100 Kilo fertige Drogen sichergestellt. Wie Zeit Online berichtet, befand sich das Labor in einer angemieteten Lagerhalle in einem Industriegebiet. Hier wurden unter anderem 3-CMC und 4-CMC gefunden, Substanzen, die für ihre Verwendung als Partydrogen bekannt sind.
Zusätzlich zu den bereits fertigen Drogen entdeckten die Ermittler große Mengen chemischer Stoffe, die für die Drogenherstellung nötig sind. Obgleich das Labor eine der größten Aufdeckungen dieser Art war, bleibt das genaue Ausmaß der Operation noch abzuwarten, da die Analyse der Chemikalien voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen wird. Bei seinem ersten Auftritt nach den Entdeckungen bezeichnete ein Sprecher das Labor als das größte, das er je gesehen habe. Diese Feststellung unterstreicht die Dimensionen des Drogenhandels, der von den Behörden bekämpft wird.
Erheblicher Polizeieinsatz
Die Razzia war ein groß angelegter Polizeieinsatz: Zu Beginn waren rund 120, später sogar 150 Einsatzkräfte beteiligt. Die Operation umfasste sowohl Beamte der Bundespolizei als auch der Landespolizei aus Berlin und Brandenburg. Die Ermittlungen, die bereits seit Mai 2025 laufen, werden von der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) geleitet. Die gesundheitlichen Risiken im Labor waren nicht zu unterschätzen, sodass der Zugang nur mit Gasmaske gestattet war.
Drogenszene in Deutschland
Die Entdeckung in Nauen reiht sich in eine Reihe ähnlicher Vorfälle in Deutschland ein. Im Juli 2024 wurde beispielsweise ein Drogenlabor mit fast 200 Kilogramm MDMA im Wert von 10,4 Millionen Euro in Essen ausgehoben. In diesem Fall stellte das Zollfahndungsamt Essen unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Aachen fest, dass die Täterbanden verdächtigt werden, bandenmäßig synthetische Drogen herstellen und vertreiben zu wollen. Die durch Grenzkontrollen aufgedeckte Menge an Grundstoffen führte zu umfangreichen Ermittlungen in Hückelhoven und Nettetal, bei denen auch andere international koordinierte Lauschangriffe in Belgien und den Niederlanden stattfanden, wie in Berichten des WDR und Zoll.de erwähnt.
Diese Entwicklungen werfen ein Licht auf die Dynamik des Drogenmarkts sowie die enormen Anstrengungen der Behörden, derartige Strukturen zu zerschlagen. Die Einsätze zeigen, dass die Polizei und der Zoll entschlossen gegen den Drogenhandel vorgehen, um die Gesellschaft vor den Gefahren der synthetischen Drogen zu schützen.