Schulchaos in Brandenburg: Zwei Millionen Stunden fallen aus!
Märkisch-Oderland verzeichnet Unterrichtsausfälle: Fast 2 Millionen Stunden betroffen, besonders in Frankfurt (Oder) und Cottbus.

Schulchaos in Brandenburg: Zwei Millionen Stunden fallen aus!
Die Lage der Schulen in Brandenburg gibt Anlass zur Besorgnis: Im Schuljahr 2024/2025 fanden fast zwei Millionen Unterrichtsstunden nicht wie geplant statt. Dies entspricht rund 14 Prozent des gesamten Stundensolls, was für Lehrkräfte und Schüler gleichsam herausfordernd ist. In diesen Zahlen liegt ein Rückblick auf die vergangene Schulsituation. So fielen etwa 1,7 Millionen Stunden in die Verantwortung von Vertretungskräften, wohingegen rund 320.000 Stunden ersatzlos ausblieben. Verglichen mit dem vorherigen Schuljahr ist ein leichter Rückgang der ersatzlosen Ausfälle zu beobachten, die damals bei 2,35 Prozent lagen. Auch wenn diese Daten keine flächendeckenden Probleme anzeigen, gibt es erhebliche Schwankungen zwischen den verschiedenen Schulformen und Regionen, wie Welt berichtet.
Hochburgen des Unterrichtsausfalls sind vor allem Frankfurt (Oder) und Cottbus. In Frankfurt betrugen die Ausfälle 3,38 Prozent, während die Cottbuser Schulen sogar 3,42 Prozent verzeichneten. Besonders auffällig ist der hohe Anteil an ausgefallenen Stunden an Oberschulen in Frankfurt, der über 9 Prozent beträgt. So stellt sich die Frage: Warum schwanken die Ausfälle so stark zwischen den einzelnen Städten und Schularten? Das Bildungsministerium hat dazu geäußert, dass es keine flächendeckenden Probleme sieht, doch die Zahlen scheinen das Gegenteil zu belegen. Insgesamt finden sich in maz-online detaillierte Informationen dazu.
Unterrichtsreformen und Lehrerbelastung
Das Bild verdüstert sich weiter durch die Pläne, die Lehrer ab dem zweiten Halbjahr zu einer zusätzlichen Stunde pro Woche zu verpflichten. Dies könnte den bereits vorhandenen Druck, insbesondere bei Krankheitsfällen, noch verstärken. Lehrer warnen davor, dass dies zu noch höheren Ausfällen führen könnte. Dies spiegelt sich auch in den Äußerungen von Dennis Hohloch, dem bildungspolitischen Sprecher der AfD. Er spricht von besorgniserregenden Entwicklungen und fordert dringend Maßnahmen zur Entlastung der Lehrkräfte. Die Kritik richtet sich insbesondere gegen die Vorhaben von SPD und BSW, die zusätzliche Unterrichtsstunden verpflichtend machen wollen.
Um die Situation zu entschärfen, wurde das Vertretungsbudget um 14,5 Millionen Euro aufgestockt, was zusätzlichen Mitteln im Wert von 388 Vollzeitstellen entspricht. Dennoch steht die Zahl der Lehrerstellen im Landeshaushalt unter Druck, da sie um 345 Stellen reduziert wurde, obwohl der Bildungsetat gewachsen ist. Dies sorgt nicht nur für Verwirrung, sondern auch für Unsicherheit an den Schulen. Besonders in der Prignitz gab es erfreulicherweise nur 1,28 Prozent ersatzlose Ausfälle, während in Dahme-Spreewald die Zahl bei 15,6 Prozent lag, was die Herausforderung verdeutlicht, die das Bildungsministerium vor der Nase hat.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass Brandenburgs Schulen vor einer Reihe von Herausforderungen stehen, die nicht ignoriert werden sollten. Die Diskussion über die Effektivität der zusätzlichen Unterrichtsstunden ist in vollem Gange, während Eltern und Schüler auf eine positive Wendung hoffen.