Stallpflicht in Märkisch-Oderland: Vogelgrippe sorgt für Aufregung!

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Märkisch-Oderland führt Stallpflicht wegen Vogelgrippe ein; Schutzmaßnahmen für Geflügelhalter und betroffene Zonen gestartet.

Märkisch-Oderland führt Stallpflicht wegen Vogelgrippe ein; Schutzmaßnahmen für Geflügelhalter und betroffene Zonen gestartet.
Märkisch-Oderland führt Stallpflicht wegen Vogelgrippe ein; Schutzmaßnahmen für Geflügelhalter und betroffene Zonen gestartet.

Stallpflicht in Märkisch-Oderland: Vogelgrippe sorgt für Aufregung!

In Brandenburg ist die Geflügelhaltung derzeit in aller Munde – und das aus gutem Grund. Eine Stallpflicht für Geflügel wurde eingeführt, um die Ausbreitung der Vogelgrippe einzudämmen. So hat auch der Landkreis Märkisch-Oderland als neuester Betroffener diese Regelung umgesetzt, um die Geflügelhaltung vor dem Virus H5N1 zu schützen. Diese Stallpflicht betrifft zunächst nur die gewerblichen Halter, hat jedoch weitreichende Auswirkungen auf die Region und darüber hinaus. Der Landrat Gernot Schmidt (SPD) erklärte, dass es wichtig sei, eine behördliche Ansage zu machen, um die Produktion in Ökobetrieben und bei Freilandhaltung zu reduzieren, wie n-tv berichtet.

Die Stallpflicht hat auch in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Spree-Neiße sowie in Cottbus und Potsdam ab Mittwoch Gültigkeit, und im Landkreis Oberhavel gilt sie bereits seit dem Vortag. Trotz der strengen Maßnahmen spricht sich Schmidt gegen eine landesweit verordnete Stallpflicht aus und betont die Effektivität des vorhandenen Systems. Besondere Vorsicht ist geboten, da die Region ein wichtiges Vogeldurchzugsgebiet ist. Hier könnte der aktuelle Druck durch den Vogelzug, der in Richtung Süden beginnt, voraussichtlich zunehmen.

Eingehende Schutzmaßnahmen

Das Veterinäramt Märkisch-Oderland hat bereits weitere Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Eine Schutz- und Überwachungszone wurde rund um einen betroffenen Entenzuchtbetrieb in Neuhardenberg eingerichtet, die für mindestens 30 Tage besteht. Geflügelhalter innerhalb eines zehn Kilometer Radius müssen ihre Tiere täglich untersuchen und diese in geschlossenen Ställen oder unter Schutznetzen halten, wie rbb24 berichtet.

Die gehaltenen Tiere dürfen die Zonen nicht verlassen, und verendete Tiere müssen umgehend gemeldet werden. Im Falle von Verstößen drohen Geldbußen bis zu 30.000 Euro. Die ersten Fälle wurden neulich in Neuhardenberg festgestellt, was zu einer sofortigen tierärztlichen Untersuchung und der Tötung von rund 3.000 Tieren führte. Diese Maßnahmen sind notwendig, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern und die Bestände zu schützen, da in den letzten Wochen auch in Nachbarbundesländern und europaweit ein Anstieg von Ausbrüchen gegeben ist.

Die Wichtigkeit von Präventionsmaßnahmen

Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt (SPD) mahnte die Geflügelhalter, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen, da die Gefahr eines Anstiegs der Vogelgrippe in der Region und darüber hinaus weiterhin bestehe. Die hiesige Situation zeigt, wie wichtig es ist, proaktive Schritte zu unternehmen, um die Gesundheit der Tiere und die Produktionssicherheit in der Geflügelbranche zu gewährleisten. In diesem Kontext wird auch über eine bundesweite Stallpflicht diskutiert, um die Tierhaltung einheitlich zu regulieren, wie aus Spiegel hervorgeht.