Vogelgrippe greift um sich: Stallpflicht in mehreren Landkreisen!

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Der Landkreis Märkisch-Oderland verhängt eine Stallpflicht für gewerbliche Geflügelhalter wegen der Vogelgrippe. Informieren Sie sich über die aktuellen Maßnahmen und Entwicklungen.

Der Landkreis Märkisch-Oderland verhängt eine Stallpflicht für gewerbliche Geflügelhalter wegen der Vogelgrippe. Informieren Sie sich über die aktuellen Maßnahmen und Entwicklungen.
Der Landkreis Märkisch-Oderland verhängt eine Stallpflicht für gewerbliche Geflügelhalter wegen der Vogelgrippe. Informieren Sie sich über die aktuellen Maßnahmen und Entwicklungen.

Vogelgrippe greift um sich: Stallpflicht in mehreren Landkreisen!

Die Vogelgrippe breitet sich weiter aus und sorgt für Aufregung in vielen Regionen Deutschlands. Aktuell hat der Landkreis Märkisch-Oderland eine Stallpflicht für gewerbliche Geflügelhalter verhängt. Diese Regelung betrifft nicht die privaten Halter, dennoch ist die Situation angespannt. Ebenso im Landkreis Oberhavel, der ebenfalls eine Stallpflicht für alle Geflügelhalter ausgerufen hat, nachdem infizierte Wildvögel entdeckt wurden. Die Geflügelbestände in Kremmen stornierten bereits ihre Bestände und mussten viele Tiere töten, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. Auch in der Stadt Cottbus und im Landkreis Spree-Neiße wird ab Mittwoch die Stallpflicht in Kraft treten, während die Uckermark ab Sonntag ebenfalls Maßnahmen ergreift, um die gefährliche Virusverbreitung zu stoppen.

Besonders alarmierend ist die Entdeckung des ersten Falls von Geflügelpest in Potsdam, als ein toter Kranich aufgefunden wurde. Dies zeigt deutlich, wie gravierend die Lage ist, denn sowohl der Landkreis Teltow-Fläming als auch der Landkreis Elbe-Elster führen ab Mittwoch Stallpflichten ein, die auch sämtliche Geflügelausstellungen und -märkte untersagen. Geflügelhalter müssen ihre Tiere ab dem 2. November in geschlossenen Ställen oder unter speziellen Schutzvorrichtungen halten, um ein weiteres Ansteckungsrisiko zu vermeiden, wie Top Agrar berichtet.

Folgen für die Geflügelwirtschaft

Die Auswirkungen der Vogelgrippe sind nicht zu unterschätzen. Bereits über 200.000 Hühner, Gänse, Enten und Puten mussten aufgrund der Erkrankung getötet werden, was die Geflügelhalter dazu führt, eine bundesweite Stallpflicht zu fordern. Georg Heitlinger vom baden-württembergischen Landesverband der Geflügelwirtschaft unterstreicht die Dringlichkeit dieser Maßnahmen, um die Tiere zu schützen und die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) warnt ebenfalls vor möglichen Versorgungsengpässen bei Eiern und Geflügelfleisch. ZDG-Präsident Hans-Peter Goldnick fordert, die Debatte über Impfstrategien und Anpassungen im Tierseuchenrecht voranzutreiben, insbesondere da andere Länder den Import von Produkten von geimpftem Geflügel bislang ablehnen, wie Tagesschau berichtet.

Die Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) wurde auf hoch angehoben, womit auch die Sorgen der Geflügelwirtschaft nicht unbegründet sind. Dies zeigt sich auch in der Zahl der bislang registrierten Infektionsfälle: 50 in Nutzgeflügelhaltungen, davon allein 26 im Oktober. Wildvögel, insbesondere die Kraniche, gelten als Überträger der Geflügelpest. Im Nordwesten Brandenburgs starben beispielsweise etwa 1.200 Kraniche, was zu Handelsverboten für Eier und Fleischprodukte führt.

Preisentwicklung im Blick

Bei all dem Chaos in der Branche bleibt die Frage nach den Preisen im Raum stehen. Insbesondere die Deutsche Geflügelwirtschaft erwartet keine dramatischen Preisschwankungen bei Geflügelprodukten, trotz des massenhaften Tötens von Nutztieren. Goldnick äußerte gegenüber den Medien, dass er nicht an kurzfristige Preisexplosionen glaube. Abzuwarten bleibt jedoch, wie sich die Situation entwickeln wird. Der Großteil der in Deutschland verkauften Gänse wird importiert, weshalb es wichtig ist, die Trends rund um den „Pestzug“ durch Deutschland und Europa genau im Auge zu behalten. Die Schlachtsaison für Gänse beginnt traditionell vor dem Martinstag am 11. November, was zusätzliche Unsicherheiten mit sich bringt, bemerkt MDR.

Insgesamt bleibt die Lage angespannt und es ist klar, dass sowohl Geflügelhalter als auch Verbraucher sich auf weitere Entwicklungen einstellen müssen.