Zukunft von Alstom in Hennigsdorf: 140 Arbeitsplätze in Gefahr!

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Verhandlungen um 120 Arbeitsplätze bei Alstom in Hennigsdorf am 20. November. Zukunft ungewiss trotz solider Auftragslage.

Verhandlungen um 120 Arbeitsplätze bei Alstom in Hennigsdorf am 20. November. Zukunft ungewiss trotz solider Auftragslage.
Verhandlungen um 120 Arbeitsplätze bei Alstom in Hennigsdorf am 20. November. Zukunft ungewiss trotz solider Auftragslage.

Zukunft von Alstom in Hennigsdorf: 140 Arbeitsplätze in Gefahr!

In Hennigsdorf wird aktuell über die Zukunft des Alstom-Werks diskutiert. Zum 20. November sind Gespräche zwischen dem Betriebsrat und dem Management angesetzt, bei denen es um die Schicksale von 120 bis 140 Arbeitsplätzen geht. Diese Unsicherheit wirft Fragen auf, denn wie Betriebsratschef Heiko Engelmann betont, könnte ein Stellenabbau in wichtigen Bereichen wie Produktion und Qualität fast ein Drittel der gesamten Belegschaft betreffen. Momentan sind dort rund 2100 Beschäftigte tätig.

Ein Grund für die Gespräche ist die drohende Situation ab Mitte oder Ende 2027. Engelmann fragt laut maz-online.de, warum bereits jetzt über einen möglichen Stellenabbau entschieden werden soll, während die Auftragslage für 2028 noch ungewiss bleibt. Bis Ende 2023 soll jedoch Klarheit über die Situation bei Alstom herrschen.

Auftragslage und Investitionen

Positives gibt es hingegen von den aktuellen Aufträgen zu berichten. Die Auftragsbücher in Hennigsdorf sind gut gefüllt, unter anderem mit Projekten für Metrofahrzeuge in Stockholm und dem Hochgeschwindigkeitsprojekt SJ250. Zudem plant Alstom Investitionen von bis zu 40 Millionen Euro in das Werk, unter anderem für den Bau einer neuen Lackiererei. Ein Ausbau der Gleisinfrastruktur auf dem Gelände ist ebenfalls in vollem Gange.

Ein hochaktuelles Thema ist ein möglicher Auftrag für die Berliner S-Bahn. Dieser könnte für das Werk eine entscheidende Wendung bringen. Allerdings gibt es auch hier rechtliche Schwierigkeiten: Das Berliner Kammergericht hatte die Ausschreibung in zentralen Punkten als vergaberechtswidrig eingestuft, weshalb Alstom diese Entscheidung juristisch prüfen ließ.

Hoffnung auf Unterstützung

Die Diskussion um die Arbeitsplätze und die Zukunft des Standorts fällt in eine Zeit, in der auch die Bundespolitik auf die Herausforderungen der wirtschaftlichen Lage reagiert. Es bestehen Hoffnungen auf Unterstützung von der Bundesregierung in Form eines Sonderfonds von 500 Milliarden Euro zur Infrastrukturmodernisierung. Das könnte den Alstom-Standort Hennigsdorf stärken.

Parallel dazu verfolgt Alstom eine klare Strategie in der Mobilitätsentwicklung. Wie auf der Unternehmensseite alstom.com erklärt wird, führt Alstom weltweit zu umweltfreundlicherer und intelligenterer Mobilität. Das Unternehmen sieht sich in der Verantwortung, innovative Lösungen zu entwickeln, um die Umweltbelastung zu reduzieren und das Passagiererlebnis zu verbessern. Mit der Vision, die Bahnindustrie als wichtigen Akteur im Bereich der Dekarbonisierung des Verkehrs zu positionieren, will Alstom auch in Hennigsdorf als Schlüsselstandort für Digitalisierung und Service an Bedeutung gewinnen.

Die kommenden Wochen sind also entscheidend für die Belegschaft in Hennigsdorf. Der Betriebsrat weiß, dass viel auf dem Spiel steht, und die Gespräche am 20. November werden richtungsweisend sein. Es bleibt zu hoffen, dass eine Lösung gefunden wird, die nicht nur die Arbeitsplätze schützt, sondern auch den Standort zukunftssicher macht.