Drama beim EM-Auftakt: Deutschland gewinnt 2:0 - Gwinn erneut verletzt!

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Deutschland gewinnt 2:0 gegen Polen beim EM-Auftakt, doch die Verletzung von Kapitänin Gwinn überschattet den Erfolg.

Deutschland gewinnt 2:0 gegen Polen beim EM-Auftakt, doch die Verletzung von Kapitänin Gwinn überschattet den Erfolg.
Deutschland gewinnt 2:0 gegen Polen beim EM-Auftakt, doch die Verletzung von Kapitänin Gwinn überschattet den Erfolg.

Drama beim EM-Auftakt: Deutschland gewinnt 2:0 - Gwinn erneut verletzt!

Im Herzen von St. Gallen, am 4. Juli 2025, feierten die deutschen Fußballerinnen einen bemerkenswerten Höhepunkt: einen 2:0-Sieg über Polen im Auftaktspiel der Europameisterschaft. Doch dieser Abend brachte nicht nur Freude, sondern auch düstere Schatten, insbesondere als Team-Kapitänin Giulia Gwinn sich in der 40. Minute eine möglicherweise schwere Knieverletzung zuzog.

Die erste Halbzeit verlief für die DFB-Elf unter den Erwartungen. Trotz einer engagierten Leistung reichte es nicht für Tore, und zur Halbzeit stand es 0:0. Die deutschen Spielerinnen hatten Probleme mit Tempo und Präzision, während Polen in der Defensive gut stand und selbst einige Umschaltmomente hatte. In der 31. Minute hätte Ewa Pajor für Polen in Führung gehen können, doch ihre große Chance blieb ungenutzt. Die Zuschauer im Stadion, darunter 15.972 Fans, sahen eine Begegnung, die nicht gerade vom Glanz des deutschen Angriffs geprägt war.

Der Schockmoment Gwinns

Nachdem Gwinn einen Schuss von Pajor abblockte, blieb sie mit ihrem Knie im Rasen hängen. Ein kurzer medizinischer Eingriff folgte, doch nur wenige Minuten später musste sie das Spiel unter Tränen verlassen. Dies ist bereits der dritte Kreuzbandriss in ihrer Karriere. Ihr erstes Kreuzbandriss erlitt sie 2020, gefolgt von einem weiteren im Jahr 2022, der sie fast ein Jahr lang außer Gefecht setzte.

Gwinn war auf dem Weg ins Krankenhaus für eine MRT-Untersuchung ihres Knies, als Teamkollegin Klara Bühl ihre Kapitänin lobte: „Sie hat eine besondere Verbindung zu den Spielerinnen und ist total authentisch.“ Es bleibt abzuwarten, wie schwer die Verletzung tatsächlich ist, sollte sich die Sorge um ihre langfristige Fitness erheblich verstärken.

Dynamik in der zweiten Halbzeit

In der zweiten Halbzeit zeigte das deutsche Team ein anderes Gesicht. Jule Brand brachte die DFB-Elf in der 52. Minute mit einem hervorragend herausgespielten Tor in Führung. Lea Schüller legte in der 66. Minute nach und traf zum 2:0. Beide Tore sorgten für Erleichterung und zeigten das Potenzial, das die Mannschaft zu bieten hat. Dennoch traten gegen Ende der Partie defensive Schwächen auf, die Fragen zur Stabilität aufwerfen.

Coach Christian Wück behielt die Startelf, die bereits im letzten Nations-League-Spiel gegen die Niederlande auflief, bei. Sarai Linder übernahm die Rolle der Linksverteidigerin, während Linda Dallmann als Spielgestalterin glänzte. Diese Entscheidungen zeigen, dass Wück auf Kontinuität setzt, auch wenn das Spiel nicht von Beginn an zu überzeugen vermochte. Der nächste Gegner, Dänemark, erwartet die deutsche Mannschaft am 8. Juli, wo weiteres Potenzial ausgeschöpft werden soll.

Die Verletzung und ihre Bedeutung

Die Verletzung von Gwinn wirft nicht nur Fragen auf, wie es mit ihr weitergeht, sondern beleuchtet auch die häufigen Verletzungsrisiken weiblicher Athleten. Verletzungen der unteren Extremität, vor allem im Knie, sind bei Frauen deutlich häufiger. Studien zeigen ein viereinhalb bis sechsmal erhöhtes Risiko für Kreuzbandrisse, insbesondere bei non-contact Verletzungen. Präventionsstrategien sind von entscheidender Bedeutung, da die Belastungen im Profifußball enorm sind und die medizinische Aufmerksamkeit oft nicht ausreichend auf die spezifischen Bedürfnisse weiblicher Sportler ausgerichtet ist, wie die Fachkräfte immer wieder betonen.

Die Entwicklung im Frauenfußball ist zwar vielversprechend, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Das Verständnis für Verletzungsursachen und die Anpassung der Präventionsstrategien ist unerlässlich, um die Athletinnen bestmöglich zu schützen und ihren Erfolg langfristig zu sichern.