Geflügelpest-Gefahr: Erste Fälle im Oberspreewald-Lausitz entdeckt!
Erste Fälle der Geflügelpest im Landkreis Oberspreewald-Lausitz: Sicherheitsmaßnahmen für Geflügelhalter ab 7. November 2025.

Geflügelpest-Gefahr: Erste Fälle im Oberspreewald-Lausitz entdeckt!
In den letzten Tagen ist es in Brandenburg, insbesondere im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, zu besorgniserregenden Ausbrüchen der hochpathogenen aviären Influenza (HPAI) gekommen. Bereits am 27. Oktober wurden die ersten beiden Kraniche gesichtet, die infiziert waren. Diese wurden umgehend durch das Veterinäramt und die Feuerwehr Lauchhammer geborgen. Während der Probenentnahme am 30. Oktober wurde im Landeslabor die Geflügelpest festgestellt, die durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am 6. November endgültig bestätigt wurde. Insgesamt hat der Landkreis Sicherheitsmaßnahmen für Geflügelhalter erlassen, die ab dem 7. November in Kraft treten werden, um die weitere Ausbreitung einzudämmen. Dies berichtet osl-online.de.
Um die Gefahr zu bannen, sind Geflügelhaltungen mit über 50 Tieren ab sofort verpflichtet, ihre Tiere in geschlossenen Ställen oder geschützten Vorrichtungen zu halten. Sogar kleinere Bestände sollten vorsorglich eingestallt werden. Geflügelhalter sind dazu angehalten, ihre Bestände beim Amt für Veterinärwesen zu melden. Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Regelungen ist es, dass Geflügel vor einer Eingliederung mindestens sieben Tage von anderen Tieren abgesondert oder negativ getestet werden muss. Zudem müssen strenge Hygieneregeln beachtet werden, um den Kontakt zwischen Haus- und Wildvögeln zu vermeiden.
Sicherheitsmaßnahmen für die Bevölkerung
Die Bevölkerung sowie die Jägerschaft werden ausdrücklich sensibilisiert, die Jagd auf Enten und Wildgänse vorübergehend auszusetzen. Toten Vögeln ist ohne Maßnahmen nicht zu nahe zu kommen, im Falle eines Fundes muss unverzüglich das Veterinäramt kontaktiert werden. Auch sollte auf Symptome wie hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Schwäche und Atemnot geachtet werden. Diese Maßnahmen sind wichtig, um das Risiko einer weiteren Verbreitung des Virus niedrig zu halten.
Laut der Risikoeinschätzung des FLI vom 20. Oktober 2025 bleibt die Gefahr eines Eintrags und einer Weiterverbreitung des HPAI-H5-Virus in Wasservogelpopulationen und Geflügelhaltungen hoch. Dieses Virus hat bereits in der Vergangenheit Sorgen gemacht und ist nachweislich auch in anderen Regionen Deutschlands aufgetreten. Im Januar 2024 wurden zum Beispiel neun Ausbrüche bei Hausgeflügel festgestellt, darunter Legehennen- und Putenmastbetriebe. Hierbei war der Subtyp H5N1 in fast allen Fällen nachgewiesen, was die Brisanz der aktuellen Situation weiter unterstreicht, wie das Friedrich-Loeffler-Institut informiert.
Die Situation verdeutlicht, dass wir alle angehalten sind, wachsam zu sein und sich an die neuen Richtlinien zu halten. Es liegt an jedem Einzelnen, mit einem umsichtigen Umgang für die Sicherheit unserer Tiere und der gesamten Bevölkerung zu sorgen. Weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen finden Sie auf den Internetseiten des Landkreises und des FLI, um bestens informiert zu bleiben. Übrigens ist es nicht nur wichtig, die eigenen Tiere zu schützen, sondern auch die Wildvogelpopulation, die eine entscheidende Rolle in unserem Ökosystem spielt und deren Gesundheit ebenfalls im Blick behalten werden muss.