Jugendliche in Brandenburg: Alkohol sinkt, Übergewicht steigt!

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Brandenburgs Jugendgesundheitsbericht 2025 zeigt steigende Fettleibigkeit und psychische Probleme unter Jugendlichen, fordert Lösungen.

Brandenburgs Jugendgesundheitsbericht 2025 zeigt steigende Fettleibigkeit und psychische Probleme unter Jugendlichen, fordert Lösungen.
Brandenburgs Jugendgesundheitsbericht 2025 zeigt steigende Fettleibigkeit und psychische Probleme unter Jugendlichen, fordert Lösungen.

Jugendliche in Brandenburg: Alkohol sinkt, Übergewicht steigt!

In Brandenburg steht der neue Kinder- und Jugendgesundheitsbericht im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion. Laut rbb24 zeigt die Studie, dass die körperlichen und psychischen Gesundheitszustände unserer Jugendlichen in den letzten Jahren besorgniserregend sind. Besonders auffällig ist der Anstieg von übergewichtigen Schülern. Fast ein Drittel der 10. Klässler bringt zu viel auf die Waage, was im Vergleich zu 2006 einen besorgniserregenden Anstieg darstellt.

Gesundheitsministerin Britta Müller hebt hervor, dass der Fokus auf mehr Bewegung und gesunde Ernährung gelegt werden muss. Alarmierend ist, dass weniger als die Hälfte der 11- bis 15-Jährigen täglich frühstückt; fast ein Drittel verzichten sogar gänzlich auf diese wichtigste Mahlzeit. Das gemeinsame Abendessen mit der Familie haben nur knapp 40 Prozent der Jugendlichen zur Gewohnheit. Eigentlich sollte das Miteinander am Tisch in der Familie selbstverständlich sein!

Gesundheitliche Herausforderungen

Die Zahlen sprechen Bände: 17 Prozent der Jugendlichen trinken täglich zuckerhaltige Softdrinks und 30 Prozent naschen regelmäßig Süßigkeiten. Während der Alkohol-Konsum unter Jugendlichen erfreulicherweise abnimmt — nur 14 Prozent der Jungen und 10 Prozent der Mädchen trinken mindestens einmal pro Woche — bleiben die geringere physische Aktivität und die unausgewogene Ernährung besorgniserregend. Lediglich jeweils 40 Prozent der Jugendlichen erreichen die von der WHO empfohlene Stunde körperliche Aktivität pro Tag.

Die Verbindung zwischen Adipositas und psychischen Problemen wird immer deutlicher. Laut der Adipositas Stiftung können psychologische Aspekte die Gewichtsentwicklung beeinflussen. Häufig werden psychische Belastungen durch übermäßiges Essen kompensiert, was die Gewichtszunahme fördert. Zudem steigert Übergewicht das Risiko für Erkrankungen wie Diabetes Typ II weiter und verschlechtert die Lebensqualität nachhaltig.

Wachsende Sorgen

Ein weiteres besorgniserregendes Zeichen ist die rückläufige Lebenserwartung unserer Jugendlichen. Psychosomatische Beschwerden nehmen zu; 40 Prozent berichten von mindestens zwei Beschwerden mehrmals wöchentlich, wobei Gereiztheit und Schlafprobleme besonders häufig vorkommen. Dies zeigt, dass die mentalen Herausforderungen durch Stress und Lebensstil einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit junger Menschen haben.

Auf Ersuchen von Ministerin Müller soll ein neues Schulfach mit dem Namen “Lebens- und Gesundheitskompetenz” eingeführt werden. In diesem Fach könnten wichtige Themen wie Mietverträge, der Umgang mit Bewegungsmangel und die Auswirkungen der Handynutzung auf die Gesundheit behandelt werden. Ein erhöhter Smartphone-Konsum hat sicherlich auch seinen Beitrag zur geringeren Bewegung geleistet.

In den letzten Jahren verzeichnen Sportvereine erfreulicherweise eine Aufwärtsentwicklung, die durch die Corona-Pandemie angestoßen wurde. Vor allem die Mitgliederzahlen haben Rekordhöhen erreicht. Von den Schülern treiben jedoch nur 43 Prozent außerhalb der Schule Sport, was zeigt, dass noch viel Arbeit vor uns liegt.

Die aktuellen Befunde sind ein klarer Weckruf für Eltern, Lehrkräfte und Entscheidungsträger, proaktiv zu handeln und den Bedürfnissen unserer Jugendlichen gerecht zu werden. Es bleibt zu hoffen, dass die kommenden Maßnahmen tatsächlich Früchte tragen und die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen nachhaltig verbessern können.