Neuer Hinweis im Rebecca-Reusch-Fall: Twingo auf A12 gesichtet!
Rebecca Reusch, 15, wird seit 2019 vermisst. Neue Hinweise zu ihrem Verschwinden am 18. Februar 2019 bringen Ermittlungen voran.

Neuer Hinweis im Rebecca-Reusch-Fall: Twingo auf A12 gesichtet!
Seit dem 18. Februar 2019 ist die 15-jährige Rebecca Reusch aus Berlin vermisst. Der Fall, der die Nation bewegt, bleibt auch heute noch ungelöst. Ihre Familie alarmierte die Polizei, nachdem Rebecca am besagten Tag nicht in der Schule erschien. Ein bundesweit bekanntes Bild von der Jugendlichen zeigt sie anders, als sie tatsächlich aussieht. Am Wochenende vom 20. und 21. Oktober 2025 fand ein Großaufgebot der Polizei in Brandenburg statt, um die Ermittlungen zu intensivieren, deren Ergebnisse derzeit ausgewertet werden. Die MZ berichtet über die neuesten Entwicklungen.
Eine neue Zeugin, die 69-jährige Martina R., hat sich gemeldet und gibt an, am Morgen von Rebeccas Verschwinden einen himbeerroten Renault Twingo auf der A12 gesehen zu haben. Um 10:47 Uhr, genau zu dem Zeitpunkt, als das Fahrzeug von einem Kennzeichenerfassungssystem registriert wurde, war sie auf der Autobahn unterwegs. Dies ist ein entscheidender Hinweis, da Rebeccas Schwager, der damals 27 Jahre alt war, für die Zeit des Verschwindens als Verdächtiger im Fokus der Ermittlungen steht. Wie die FR berichtet, hatte der Schwager während dieser Zeit allein Zugriff auf das Fahrzeug, was die Ermittlungen weiter anheizt.
Ermittlungen und Durchsuchungen
Die Polizei hat im Rahmen ihrer Ermittlungen immer wieder das Haus von Rebeccas Schwager durchsucht. Erst am 13. April 2023 wurde eine erneute Durchsuchung durchgeführt, nachdem neuartige Hinweise aus seinem Google-Suchverlauf aufgetaucht waren. Die Suche nach der verschwundenen Rebecca erhielt neuen Schwung, als ihre Schwager am 20. und 21. Oktober 2025 durch die Polizei auf einem Grundstück in Tauche in den Fokus geriet. Bei dieser Durchsuchung kamen Leichenspürhunde und andere technische Mittel zum Einsatz, um mögliche Beweise zu sichern.
Die Zeugenaussage von Martina R. könnte entscheidend sein. Sie berichtete, dass sie am 18. Februar 2019 ein großes, mit einer dunklen Decke bedecktes Objekt im Twingo bemerkt hat. Während ihrer Fahrt verließ sie die Autobahn an der Ausfahrt Fürstenwalde Ost, während der Twingo in Richtung Süden abbog, wo sich das Grundstück des Schwagers befindet. Diese Beobachtungen wurden von ihrem Ehemann und ihrer Schwester bestätigt.
Der Schwager bleibt Verdächtig
Die Ermittler nehmen den Schwager von Rebecca sehr ernst. Er wurde am 28. Februar 2019 vorläufig festgenommen, jedoch schon am 1. März wieder freigelassen. Er bestreitet, mit dem Verschwinden seiner Schwiegermutter in Verbindung zu stehen, trotzdem wird er weiterhin intensiv beobachtet. Laut Polizei gibt es Hinweise, dass er Rebecca möglicherweise getötet und ihre Überreste auf dem Grundstück in Tauche abgelegt haben könnte. Der Fall hat bereits nationale Medienaufmerksamkeit erregt und wurde sogar in der ZDF-Sendung “Aktenzeichen XY” am 6. März 2019 behandelt, jedoch ohne Aufklärung des Falls.
Die Polizei warnt vor eigenmächtigen Ermittlungen von Hobbydetektiven, da diese die offiziellen Nachforschungen behindern könnten. Jürgen Trovato, ein bekannter Fallbegleiter, hat sich ebenfalls distanziert von weiteren privaten Nachforschungen. Die Landessuche bleibt intensiv und die Angehörigen von Rebecca, die noch Hoffnung auf ein Wiedersehen haben, bangen weiter um Antworten.