Razzia in Nauen: Größtes Drogenlabor Brandenburgs ausgehoben!

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In Nauen, Brandenburg, räumt die Polizei ein riesiges Drogenlabor mit 400 kg Betäubungsmittel und gefährlichen Chemikalien.

In Nauen, Brandenburg, räumt die Polizei ein riesiges Drogenlabor mit 400 kg Betäubungsmittel und gefährlichen Chemikalien.
In Nauen, Brandenburg, räumt die Polizei ein riesiges Drogenlabor mit 400 kg Betäubungsmittel und gefährlichen Chemikalien.

Razzia in Nauen: Größtes Drogenlabor Brandenburgs ausgehoben!

In den letzten Tagen sorgte ein massiver Polizeieinsatz in Nauen für Aufsehen. Seit einer Woche sind die Einsatzkräfte, darunter die Zollfahndung Berlin-Brandenburg und die Landespolizei, damit beschäftigt, ein riesiges Drogenlabor auszuräumen. Die Entsorgungsarbeiten sollen voraussichtlich am Mittwoch abgeschlossen werden, wie rbb24.de berichtet. Der Ort des Geschehens befindet sich in einem Industriegebiet am Stadtrand von Nauen.

Das Labor, welches erst kürzlich entdeckt wurde, entpuppte sich als das größte, das Einsatzleiter Henner Grote in seinen 31 Jahren Erfahrung je gesehen hat. Insgesamt sicherten die Ermittler etwa 400 Kilogramm Drogen mit einem Verkaufswert von knapp fünf Millionen Euro. Zu den gefundenen Drogen zählen Clophedron und Clephedron, die mit Mephedron verwandt sind. Zudem fanden die Ermittler große Mengen chemischer Stoffe, die zur Herstellung der Suchtmittel benötigt wurden.

Intensive Ermittlungen und harte Strafen

Die Durchsuchungen und Aufräumarbeiten sind nur der Anfang eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens. Zwei Männer, 41 und 50 Jahre alt, wurden bereits in Untersuchungshaft genommen. Ihnen wird “gemeinschaftliches bandenmäßiges unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge” vorgeworfen, was mit einem Mindeststrafrahmen von fünf Jahren Freiheitsstrafe einhergeht. Die Ermittler dürften sich nun auch damit beschäftigen, wie lange dieses Labor bereits in Betrieb war und wohin die produzierten Drogen geliefert werden sollten. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass ein Großteil der Ware nach Berlin ging, wie groove.de anmerkt.

Während der Durchsuchungen stießen die Einsatzkräfte auf eine Vielzahl von Geräten und Chemikalien, die zur Herstellung von synthetischen Drogen, darunter Crystal Meth, eingesetzt wurden. So fanden sie u.a. Kühltruhen, Fässer und Aceton, sowie etliche Behälter und Müll, die zurückgelassen wurden. Der Zugang zur Halle ist eingeschränkt, da gesundheitliche Risiken durch die dort gelagerten chemischen Stoffe bestehen. Wer die Halle betreten will, muss eine Gasmaske tragen, um sich zu schützen.

Fazit und Ausblick

Angesichts der Dimensionen dieses Drogenlabors und der Gefahren, die damit verbunden sind, ist der Einsatz der Behörden von höchster Dringlichkeit. Die Säuberungsarbeiten sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber die Ermittler stehen noch vor der Herausforderung, das gesamte Ausmaß des Verbrechens aufzuklären. Mit jeder Stunde, die vergeht, wird klarer, wie wichtig der Kampf gegen diesen illegalen Drogenhandel ist, um die Gesellschaft zu schützen und die Gefahren zu minimieren, die von solchen kriminellen Unternehmungen ausgehen.