Neues Leben in Zechlin: Flüchtlinge aus 8 Nationen gestalten ihr Zuhause!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

In Flecken Zechlin leben seit der Eröffnung des Übergangswohnheims 70 Bewohner aus 8 Nationen. Aktionen fördern Integration und Gemeinschaft.

In Flecken Zechlin leben seit der Eröffnung des Übergangswohnheims 70 Bewohner aus 8 Nationen. Aktionen fördern Integration und Gemeinschaft.
In Flecken Zechlin leben seit der Eröffnung des Übergangswohnheims 70 Bewohner aus 8 Nationen. Aktionen fördern Integration und Gemeinschaft.

Neues Leben in Zechlin: Flüchtlinge aus 8 Nationen gestalten ihr Zuhause!

Im Flecken Zechlin gibt es lebhafte Aktivitäten im neu eröffneten Übergangswohnheim. Seit der offiziellen Eröffnung am 15. September 2025 leben dort derzeit 70 Bewohner aus acht verschiedenen Nationen unter einem Dach. Der Gemeinschaftsraum ist ein Ort der Kreativität, wo Kinder und Erwachsene Bilder malen, um die Wände zu verschönern. Diese Aktionen schaffen eine einladende Atmosphäre und fördern den Kontakt zwischen den Bewohnern und den Dorfbewohnern, die häufig zu Besuch kommen. Die Initiative, insbesondere auch für die Kinder, beinhaltet Bastelaktionen, an denen sogar Anwohnerinnen aktiv teilnehmen. Solche Gemeinschaftsprojekte sind wichtig für das Zusammenwachsen und zeigen, dass ein gutes Miteinander möglich ist.

Die Eröffnung des Wohnheims war nicht ohne Komplikationen. Vor der Einweihung gab es Streitigkeiten zwischen der Stadt Rheinsberg und dem Landkreis über den Umbau des ehemaligen Seehotels. Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow sieht sich zudem seit kurzem einer rechtlichen Auseinandersetzung ausgesetzt, die durch Vorwürfe der üblen Nachrede ausgelöst wurde. Trotz dieser Anfangsschwierigkeiten verläuft der Alltag im Wohnheim bisher ohne größere Probleme. Einwohner konnten bereits Spendenangebote machen, und es gibt Bestrebungen, den Kontakt zum Heimatverein auszubauen, um weitere Dorfbewohner einzubinden.

Zusammenhalt und Unterstützung

Ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der Bewohner wird die Eröffnung einer Kleiderkammer sein, die die Lücke füllt, die die Schließung der alten Kleiderkammer in Rheinsberg hinterlassen hat. Diese wird dienstags und donnerstags geöffnet sein und benötigt dringend tragfähige Kleidung und Schuhe. Geplant ist, dass die Kleiderkammer von den Bewohnern selbst betrieben wird, auch wenn zu Beginn Sozialarbeiter zur Unterstützung vorhanden sein werden. Diese selbstorganisierte Initiative wird das Gemeinschaftsgefühl weiter stärken.

Das neue Wohnheim verfügt über Platz für 120 bis 150 Personen, was gleichtzeitig Raum für eine Weiterentwicklung der Gemeinschaft schafft. Erste Gespräche mit der Stadtverwaltung Rheinsberg über den Bau eines Spielplatzes wurden bereits geführt. Zettel in verschiedenen Sprachen orientieren gerade neu ankommende Bewohner und erleichtern das Einleben in der neuen Umgebung. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit den Zielen der Bundesfamilienministeriums, das unter anderem Initiativen zum Schutz von geflüchteten Menschen koordiniert, um besonders schutzbedürftige Personen in Unterkünften zu unterstützen. So sollen Mindeststandards für den Schutz von geflüchteten Menschen in den Einrichtungen gewährleistet werden. Dazu zählen nicht nur Frauen und Kinder, sondern auch andere Vulnerable Gruppen wie Menschen mit Behinderungen oder LGBTQ+ Personen.

Die Integration dieser Personen wird durch die weiterhin angepassten Schutzziele und strukturellen Unterstützungsmaßnahmen, unter anderem auch durch Modellprojekte, gefördert. Auch in Flecken Zechlin wird durch das neue Wohnheim Teilhabe und ein respektvolles Miteinander großgeschrieben. Das Engagement der Dorfbewohner, die sich aktiv an den Projekten beteiligen, zeigt, dass hier ein Ort entsteht, an dem Vielfalt gelebt wird und jeder willkommen ist. Dies wird nicht nur durch die baulichen Gegebenheiten, sondern vor allem durch den menschlichen Kontakt deutlich, der diesen Platz besonders macht.