Neuruppin bekommt neuen Chefarzt: Mehr Hilfe bei Gefäßerkrankungen!
Der neue Chefarzt Christian Frahm leitet ab Oktober 2023 die Radiologie und Nuklearmedizin in Neuruppin zur besseren Patientenversorgung.

Neuruppin bekommt neuen Chefarzt: Mehr Hilfe bei Gefäßerkrankungen!
In der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin der Uniklinik Neuruppin hat seit Oktober 2023 Christian Frahm das Chefarztamt übernommen. Diese Klinik ist aus dem Zentrum für bildgebende Diagnostik hervorgegangen und hat sich schnell einen Namen gemacht. Gerade Erkrankungen, die mit verengten oder sogar verschlossenen Blutgefäßen zu tun haben, stehen hier im Fokus. Besonders betroffen sind dabei die Schlagadern in den Beinen, im Becken oder im Hals. Die Hauptursache für solche Gefäßerkrankungen ist die Arteriosklerose, die durch Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes und Übergewicht begünstigt wird, wie ndrs.de erklärt.
Jährlich zählen wir in Deutschland etwa 270.000 Schlaganfälle, von denen rund 9.000 Menschen in Brandenburg betroffen sind. Diese alarmierenden Zahlen verdeutlichen, dass die Arbeit der Klinik von enormer Relevanz ist. Christian Frahm und sein Team, bestehend aus über 30 Mitarbeitern, sind dafür verantwortlich, die beste Behandlung für die Patienten zu finden. Dazu arbeiten sie eng mit verschiedenen Spezialisten, darunter Gefäßchirurgen und Neurochirurgen, zusammen. Der Plan von Frahm ist ehrgeizig: Er will die Anzahl der jährlich behandelten Patienten von derzeit über 300 erhöhen und kürzere Wartezeiten ermöglichen.
Arteriosklerose im Fokus
Die Arteriosklerose ist nicht nur eine der häufigsten Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch eine heimtückische Krankheit: Die Ablagerungen in den Arterien bleiben oft lange unentdeckt und führen erst bei Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zu ernsten Beschwerden. Risikofaktoren wie ungesunde Lebensweise, Bluthochdruck und Diabetes treiben die Erkrankung voran. Laut ndrs.de ist die Lebenszeit von Menschen, die an Arteriosklerose leiden, im Vergleich zu gesunden Menschen eingeschränkt.
Die Klinik nutzt auch moderne Methoden aus der Nuklearmedizin, um Tumoren, Infektionen und Durchblutungsstörungen zu erkennen. Diese Verfahren sind zwar mit einer schwachen, leicht radioaktiven Strahlung verbunden, doch die Patienten können in der Regel nach den Untersuchungen sofort nach Hause gehen. Frahm, der zuvor als Chefarzt in einem katholischen Krankenhaus in Potsdam tätig war und seine medizinische Ausbildung in Rostock sowie seine Facharztausbildung in Lübeck, Bern und Kiel absolvierte, bringt viel Erfahrung mit.
Die Herausforderungen des Fachkräftemangels
Ein zentrales Anliegen von Frahm für die Klinik ist die Rekrutierung von Fachpersonal. Der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern ist hoch, da einige Stellen noch unbesetzt sind und das Team bereits jetzt enorm engagiert ist. Nur so kann das Ziel, die Behandlungszahlen zu steigern und die Wartezeiten zu reduzieren, auch tatsächlich umgesetzt werden. Angesichts der Demografie und des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen ist dies eine Herausforderung, die viele Kliniken betrifft.
Die Klinik in Neuruppin ist sich bewusst, dass durch die rechtzeitige Diagnose und Behandlung von Arteriosklerose und damit verbundenen Erkrankungen viel Leben gerettet werden kann. Mit Christian Frahm an der Spitze ist das Team bereit, diesem Ziel nachzugehen und gleichzeitig den Gesundheitsdienst in der Region Ostprignitz-Ruppin entscheidend zu verbessern.