Neuruppin feiert neues Palliativzentrum: Ein Ort für Hoffnung und Leben!
Ein neues Palliativzentrum in Neuruppin bietet betroffenen Patienten individuelle Lebensqualität. Zukünftige Pläne umfassen ein Begegnungszentrum.

Neuruppin feiert neues Palliativzentrum: Ein Ort für Hoffnung und Leben!
Ein neuer Lebensabschnitt beginnt für viele in Neuruppin, denn das frisch eröffnete Palliativzentrum in der Wittstocker Allee bietet nun Raum für Menschen, die schwer erkrankt sind und besondere Unterstützung benötigen. Inge Rogge, eine der ersten Bewohnerinnen, hat mit ihren 92 Jahren sogar die Herausforderung von vier Schlaganfällen gemeistert. „Ich wollte nicht aufgeben, ich will selbstständig bleiben,“ erzählt sie mit einem Lächeln und genießt den Blick auf den Stadtpark von ihrer rund 40 Quadratmeter großen, barrierefreien Wohnung aus. Ihr Umzug vor vier Wochen verbunden mit dem Einzug eines großen Ölbildes stellt für sie einen Neuanfang dar, der Hoffnung auf ein würdevolles Leben in dieser speziellen Situation signalisiert.
Juliane Schößler, die Leiterin des Palliativzentrums, hebt hervor, dass es wichtig ist, den Bewohnern individuelle Lebensmöglichkeiten zu bieten. „Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte und Bedürfnisse, und darauf wollen wir eingehen,“ so Schößler. Das Palliativzentrum verwöhnt nicht nur mit Komfort, sondern ist auch gut ausgestattet: Es verfügt über zwölf Betten im Hospiz und acht Plätze in der Kurzzeitpflege. Das Team um die engagierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Sarah Eichelbaum sorgt für die bestmögliche Betreuung der Bewohner.
Eingebettet in die Gemeinschaft
Eingebettet in die Region betreut der Palliativstützpunkt derzeit etwa 470 Patienten und verzeichnet monatlich über 80 Neuzugänge. Das Angebot ist dringend nötig, denn die Nachfrage nach Palliativversorgung nimmt stetig zu. Wie eine Analyse zeigt, nehmen in Deutschland nur etwa 32,7% der Versicherten in den letzten sechs Lebensmonaten Palliativleistungen in Anspruch, was deutlich unter dem geschätzten Bedarf von 78% liegt. Da ist dringend Handlungsbedarf, denn viele Menschen stoßen in schwierigen Lebensphasen auf Hürden, die es zu überwinden gilt.
Besonders bemerkenswert ist, dass das Palliativzentrum für vier Millionen Euro durch die Prignitz-Ruppiner Hospizgesellschaft errichtet wurde und nun ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung in der Region ist. Bei Inge Rogge dreht sich jedoch nicht nur alles um ihre Wohnung – sie hat auch Bedenken geäußert, was den Zustand der Fußwege in der Umgebung betrifft. Diese Punkte müssen bei weiteren Planungen mitbedacht werden.
Zukunftsperspektiven
Die Zukunft des Palliativzentrums sieht vielversprechend aus. Geplant ist die Sanierung eines benachbarten Klinkerbaus, der als Bürogebäude fungieren soll. Zudem könnte ein Begegnungszentrum entstehen, in dem Patienten und Angehörige gemeinsam Zeit verbringen können. Der Zeitrahmen dafür bleibt jedoch unklar. Damit wird das Zentrum nicht nur ein Ort der Pflege, sondern auch ein zukünftiger Treffpunkt für die Gemeinschaft.
Das Palliativzentrum in Neuruppin setzt wichtige Akzente in der Betreuung schwerkranker Menschen und schafft ein Umfeld, wo Würde und Lebensqualität auch in schwierigen Zeiten hochgehalten werden. Wie Schößler es treffend formuliert: „Jeder Mensch hat das Recht auf ein würdevolles Leben – und in unserem Zentrum setzen wir alles daran, dies zu ermöglichen.“ Für weitere Informationen über das Palliativzentrum und seine Angebote besuchen Sie die Website der Ruppiner Hospizgesellschaft.