VW-Zwickau in der Krise: Chipmangel bringt E-Auto-Produktion zum Stillstand!

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Die Absatzkrise in der Zwickauer E-Auto-Fabrik betrifft 9.200 Beschäftigte. VW kündigt Unterstützung und neue Geschäftsfelder an.

Die Absatzkrise in der Zwickauer E-Auto-Fabrik betrifft 9.200 Beschäftigte. VW kündigt Unterstützung und neue Geschäftsfelder an.
Die Absatzkrise in der Zwickauer E-Auto-Fabrik betrifft 9.200 Beschäftigte. VW kündigt Unterstützung und neue Geschäftsfelder an.

VW-Zwickau in der Krise: Chipmangel bringt E-Auto-Produktion zum Stillstand!

In der Automobilindustrie ist die Luft dünn geworden. Die Absatzkrise macht selbst vor den renommiertesten Herstellern nicht Halt. So ist es auch in Zwickau, einem der Vorzeigestandorte des Volkswagen-Konzerns, wo aktuell die E-Auto-Fabrik einen herben Rückschlag hinnehmen muss. Trotz der Bemühungen von VW-Konzernchef Oliver Blume, der sich persönlich um die Belange des Standorts kümmern möchte, erweist sich die Lage als angespannt. Wie Welt berichtet, sieht der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer die Zukunft von VW in Zwickau jedoch optimistisch und fordert gleichzeitig Unterstützung von den Gewerkschaften und der Bundespolitik.

Der Standort Zwickau ist nicht nur für die Produktion von Elektrofahrzeugen für VW, Audi und Cupra bekannt, sondern hat sich auch als Leader beim Umstieg auf E-Mobilität etabliert. Mit rund 9.200 Beschäftigten wird derzeit nur noch im Zwei-Schicht-Betrieb produziert. Doch die Nachfrage nach E-Autos entwickelt sich nicht wie erhofft, und die Konkurrenz aus China wird immer stärker. Modelle wie der VW ID.3 und ID.4, die hier gefertigt werden, sollen zeitnah an andere VW-Standorte abgegeben werden, um die Auslastung zu steigern.

Chipkrise als große Herausforderung

Die Lage wird nicht einfacher durch die momentan herrschenden Chipengpässe, die der Autoindustrie zu schaffen machen. Wie Auto Motor und Sport berichtet, musste die Produktion des VW Golf am Mittwoch, dem 29. Oktober 2025, vollständig eingestellt werden. Nur kurz darauf folgte der Produktionsstopp für den VW Tiguan, ausgelöst durch Ausfälle von Halbleiterlieferungen des Herstellers Nexperia, die entscheidend für zentrale Fahrzeugfunktionen sind.

Dieser Produktionsstopp wird für das Werk in Zwickau ernste Konsequenzen haben, da es ab dem kommenden Mittwoch in Kurzarbeit gehen muss. Für viele der 9.200 Beschäftigten wird dies eine unsichere Zeit bedeuten, da unklar ist, wann und in welchem Umfang die Produktion wieder hochgefahren werden kann. Das Management hat bereits einen schrittweisen Stopp in weiteren Werken angekündigt, um die Situation zu bewältigen.

Ein Blick in die Zukunft

Trotz dieser wackeligen Situation, die durch den Handelskonflikt zwischen China und den USA zusätzlich angeheizt wird, bleibt VW-Standortleiter Danny Auerswald optimistisch und spricht sich gegen Standortschließungen bis 2030 aus. Auch die Erschließung neuer Geschäftsfelder in der Kreislaufwirtschaft zur Rückgewinnung von Rohstoffen steht auf der Agenda. Zudem betont Wirtschaftminister Dirk Panter (SPD) die Notwendigkeit, Europas Abhängigkeit in Zukunftstechnologien zu verringern.

Die Herausforderungen sind groß, aber die Automobilindustrie in Deutschland ist bekannt für ihre Innovationskraft und Flexibilität. Die kommenden Wochen werden darüber entscheiden, wie schnell VW und andere Hersteller auf die aktuelle Chipkrise reagieren können. Die Lage wird sowohl von VW als auch von anderen Herstellern genau beobachtet. Eine Eskalation könnte nicht nur die hiesige Produktion, sondern die gesamte Branche betreffen. Die VW-Führung steht unter Druck, eine Lösung zu finden, die nicht nur die aktuellen Nöte adressiert, sondern auch die Grundlage für eine nachhaltige Zukunft legt.