Neuruppin startet Projekt: Schüler ohne Handys im Unterricht!

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In Ostprignitz-Ruppin startet ein Projekt für handyfreie Schulen. Auch Landratswahl und Atommüllfragen prägen die Region.

In Ostprignitz-Ruppin startet ein Projekt für handyfreie Schulen. Auch Landratswahl und Atommüllfragen prägen die Region.
In Ostprignitz-Ruppin startet ein Projekt für handyfreie Schulen. Auch Landratswahl und Atommüllfragen prägen die Region.

Neuruppin startet Projekt: Schüler ohne Handys im Unterricht!

Im beschaulichen Neuruppin tut sich einiges in der Bildungslandschaft. An der Fontaneoberschule haben rund 150 Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen ein spannendes Projekt zur Handyverwendung ins Leben gerufen. Hier müssen die Jugendlichen ihre Handys vor dem Unterricht in einer speziellen Box abgeben und können sie erst nach der Schule wieder in Empfang nehmen. Dieses Vorhaben, das unter dem Titel „handyfreie Schule“ läuft, wurde in enger Abstimmung mit Eltern, Lehrern und der Schulkonferenz entwickelt und soll auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden. Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend: Bisher gab es lediglich drei Verstöße gegen die Regelung und die Schiller strömen vollzählig in den Klassenraum.

Wie der maz-online berichtet, wird die Diskussion um Handyverbote in Schulen auch von einer aktuellen Studie der Universität Augsburg untermauert. Diese Studie zeigt, dass ein entsprechendes Verbot positive Auswirkungen auf das soziale Klima und die Lernleistungen der Schüler hat. Schulen profitieren demnach von einem verbesserten sozialen Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler, das nicht nur das Lernen fördert, sondern auch die Konzentration während des Unterrichts steigert.

Positive Effekte für Schüler und Schulgemeinschaft

Die Ergebnisse der Studie unterstützen die Bestrebungen vieler Bildungseinrichtungen, die Handynutzung im Schulalltag kritisch zu hinterfragen. Dabei wurde festgestellt, dass Handys nicht nur Lernprozesse stören können, sondern auch das Risiko von Cybermobbing erhöhen. Ein Verbot von Handys, so zeigen die Erkenntnisse, kann die Schule sicherer machen, insbesondere für die Jüngeren. Die Wissenschaftler empfehlen allerdings, dass solche Verbote mit pädagogischen Maßnahmen kombiniert werden sollten, um den verantwortungsvollen Umgang mit Technik zu fördern. Auch sollte die Möglichkeit bestehen, Smartphones als Lehrmittel im Unterricht zu verwenden, um die Medienkompetenz der Schüler zu stärken, wie aus einem Artikel von tagesschau.de hervorgeht.

In vielen Ländern, darunter Frankreich und Italien, sind solche Verbote bereits seit längerem etabliert. Auch in Großbritannien und den Niederlanden gilt seit 2024 ein Handyverbot an Schulen. In Deutschland gibt es nach dem Rückgang der Schülerleistungen bei der PISA-Studie 2022 einen zunehmenden Druck, ähnliche Regelungen zu schaffen. Die Verantwortung dafür liegt jedoch bei den einzelnen Bundesländern, die ihre eigenen Vorgaben zu Schulangelegenheiten festlegen können.

Blick auf die Landratswahlen und Baumaßnahmen

Doch nicht nur in der Bildung wird in Neuruppin diskutiert. Die Landratswahl im Landkreis Ostprignitz-Ruppin steht vor der Tür – am 7. Juni 2024 dürfen die Stimmen abgegeben werden. Amtsinhaber Ralf Reinhardt (SPD) hat sich allerdings noch nicht eindeutig für eine erneute Kandidatur entschieden. Sein Amtskollege Thomas Kresse will sich dagegen auf eine Wiederwahl als Amtsdirektor konzentrieren und schließt eine candidate für die Landrats-Wahl aus. Frank-Rudi Schwochow von den BVB/Freien Wählern hält sich alle Optionen offen und wartet auf Meldungen von anderen politischen Parteien.

Neben den Wahlen verändert sich auch das Stadtbild: In Wittstock werden im kommenden Jahr zwei Wohnblöcke in der Käthe-Kollwitz-Straße mit neuen oder erweiterten Balkonen ausgestattet, nachdem ein Wohnblock abgerissen wurde. Die Wohnlandschaft hat sich damit bereits bemerkenswert gewandelt.

Wie Neuruppin etwa in der Suche nach einem geeigneten Atommüll-Endlager ein gutes Stück vorangekommen ist, bleibt spannend. Im Moment zählt die Stadt nicht zu den Kandidaten, da die Region als ungeeignet eingeschätzt wird. Der Bund hat noch nicht alle potenziellen Flächen in Deutschland untersucht, während Angestellte wie Arik Noack aus Lindow mit innovativer Drohnentechnik präzise Daten für die Planung von Bau- und Sanierungsprojekten liefern, einschließlich eines digitalen Zwillings für die Bahnstrecke Berlin–Hamburg. Solche Technologien versprechen, die Effizienz und Kosteneffektivität in der Stadtentwicklung signifikant zu steigern.

In Neuruppin wird also sichtbar, wie vielschichtig die Themen rund um Bildung, Politik und Stadtentwicklung ineinandergreifen und das Leben der Menschen beeinflussen.