SCL Lindow kämpft um seine Zukunft: Jugend und Segelbildung in Gefahr!
Der SCL Lindow kämpft um ein neues Vereinshaus, betroffen von Konflikten mit Regatta-Seglern und fehlender Infrastruktur.

SCL Lindow kämpft um seine Zukunft: Jugend und Segelbildung in Gefahr!
Im Herzen von Lindow brodelt es gewaltig: Der Segel-Club Lindow (SCL) steht vor einer ernsten Herausforderung. Die Jugend- und Vereinsarbeit des 150 Mitglieder zählenden Klubs ist akut gefährdet, nachdem er das Vereinsgelände an die Lindower Regatta-Segler abtreten musste. Dies berichtet die maz-online.de.
Katrina Mixdorf, die lange Jahre die Jugendarbeit des SCL geleitet hat, hat viele emotionale Erinnerungen an ihre Zeit im Verein. „Wir veranstalten jährlich drei Sommercamps mit bis zu 30 Kindern“, erklärt Rudi Mixdorf, der Vereinschef. Doch wie es aussieht, wird das künftig nicht mehr möglich sein. Der SCL behält zwar den Steg, der aber allein über den See zugänglich ist und lediglich einen kleinen Landstreifen für Spaziergänger bietet. Dessen Nutzung ist jedoch stark eingeschränkt: Es fehlt an Infrastruktur wie Dächern, Toiletten und Schutzräumen bei schlechtem Wetter.
Schatten über den Abenteuern
Das alte Vereinshaus, über das der SCL jahrelang genau das richtige Händchen hatte, steht dem Club nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen haben die Lindower Regatta-Segler, mit denen der SCL im ständigen Konflikt steht, im Rahmen von 105.000 Euro an Fördermitteln, von denen 80.000 Euro vom Land stammen, neue Duschen, Umkleiden und einen Seminarraum erhalten. Die Rückkehr auf das alte Gelände ist für den SCL ausgeschlossen, sodass die Jugendarbeit ohne Schutz und Unterkunft kaum mehr aufrechterhalten werden kann.
Der Konflikt dreht sich dabei insbesondere um die Kinder- und Jugendarbeit, deren Bedeutung beide Vereine unterschiedlich interpretieren. Die Regatta-Segler, so wird berichtet, lehnen eine Zusammenarbeit mit dem SCL ab und ziehen es vor, direkt mit der Stadt zu verhandeln. Zuletzt verschärfte sich der Streit allerdings, als der SCL den Wasserzugang für die Regatta-Segler sperrte. In den Gesprächen geht es um mehr als nur um Räume, es scheint, als sei der Charakter der Vereinsarbeit selbst in Gefahr.
Segeln und Erfolge im Sport
Auch Simeon Schubach und Paul Lepa haben große Ziele: Sie wechseln auf einen 49er FX und trainieren dafür in Strande bei Kiel. Das Engagement der jungen Segler ist laut segeln-lindow.de bewundernswert und zeigt, dass die Leidenschaft für den Segelsport selbst über die organisatorischen Probleme hinaus besteht.
In dieser angespannten Situation bleibt abzuwarten, wie sich die Sache entwickeln wird. Die Wichtigkeit der Jugend- und Vereinsarbeit kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, und die Herausforderungen, aber auch die Erfolge, prägten und prägen den SCL und seine Mitglieder. Die Hoffnung bleibt, dass bald Lösungen gefunden werden, um die angebotene Freizeitgestaltung und die gemeinsamen Erlebnisse nicht gänzlich im Wasser versickern zu lassen.