Vogelgrippe: Linum atmet auf, Martinimarkt steht vor Rekordbesuch!
Die Situation zur Vogelgrippe in Ostprignitz-Ruppin entspannt sich. Martinimarkt startet, während der Prozess gegen Bürgermeister Schwochow fortgesetzt wird.

Vogelgrippe: Linum atmet auf, Martinimarkt steht vor Rekordbesuch!
Die Situation rund um die Vogelgrippe in Ostprignitz-Ruppin und Linum zeigt Anzeichen der Entspannung. Helfer haben die Bergungsaktion für tote Vögel vorerst abgeschlossen, wobei in Linum etwa 1800 tote Kraniche geborgen wurden. Der Durchzug der Kraniche durch die Region neigt sich dem Ende zu, und in den kommenden Wochen werden zahlreiche Wildgänse erwartet, die ebenfalls eine Aufmerksamkeit erfordern. Kleinere Helfergruppen werden weiterhin die Lage an den Linumer Teichen im Auge behalten, um sicherzustellen, dass keine weiteren Probleme entstehen. Wie Tagesschau berichtet, hat sich die Vogelgrippe in Deutschland stark ausgeweitet. Tausende Kraniche, Wildvögel und sogar Nutzgeflügel sind betroffen.
Im Gespräch mit Agrarminister Alois Rainer (CSU) gehen die Bedenken um die Ausbreitung der Krankheit weiter. Der Löwenanteil an Toten ist in Nordbrandenburg zu verzeichnen, wo fast 1000 Kraniche geborgen wurden. Allein in Brandenburg mussten über 9000 Puten und Enten gekeult werden. Während die Ministerien sich in Videokonferenzen über die Lage austauschen, unterstreicht das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) das hohe Risiko für Wasservögel und Geflügelbestände. Es empfiehlt Tierhaltern, strikte Hygienebestimmungen einzuhalten und Kontakt zu Wildvögeln zu vermeiden.
Neuruppiner Martinimarkt im Fokus
Während die Bergungsaktionen in Linum abgeschlossen sind, stehen in Neuruppin ganz andere Ereignisse an. Der beliebte Martinimarkt beginnt am Freitag und dauert bis zum 9. November. Rund 200.000 Besucher werden erwartet, um sich die verschiedenen Angebote anzusehen. Peter Golsteijn wird mit seinem Ersatzteile-Markstand für einen reibungslosen Ablauf auf dem Markt sorgen. Dies ist eine willkommene Abwechslung in der Region, die in den letzten Wochen mit der Vogelgrippe zu kämpfen hatte.
Politische Turbulenzen in Rheinsberg
Aber nicht nur die Natur gibt Anlass zur Besorgnis. Der Prozess gegen Rheinsbergs Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow schreitet voran. Aufgrund von Vorwürfen wie Untreue und Verleumdung wurde er verurteilt, doch die Berufung ist bereits eingelegt. Wie rbb24 aufzeigt, hat das Landgericht Neuruppin entschieden, die Vorwürfe gegen Schwochow erneut zu prüfen. Anfang des Jahres wurde ein Verwerfungsurteil im Abwesenheitsverfahren gefällt, ohne dass Schwochow anwesend war. Er beantragte, die Entscheidung rückgängig zu machen und beruft sich dabei auf unzureichende Informationen zu den Verhandlungen.
Schwochow, der die Vorgänge als „Schauprozess“ bezeichnet, sieht die Motivation für die Klage in seiner bald anstehenden Wiederwahl. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich einen Strafbefehl wegen Verleumdung beantragt, da Schwochow falsche Behauptungen über ein Ermittlungsverfahren gegen den Landrat Ralf Reinhardt aufgestellt haben soll. Die Aufklärung dieser Vorwürfe bleibt spannend, da das Amtsgericht Neuruppin entscheiden muss, wie es weitergeht.
Ausblick auf Bauvorhaben
Ein weiterer Fokus in Neuruppin liegt auf den kommenden Bauprojekten, die für rund zehn Millionen Euro geplant sind. Im nächsten Jahr sollen neue Straßen, Kindertagesstätten und Feuerwehrhäuser entstehen. Der Haushaltsplan wird derzeit von den Stadtverordneten beraten und soll am 15. Dezember verabschiedet werden. Dies zeigt, dass trotz der aktuellen Herausforderungen, die Stadt nicht stillsteht, sondern in die Zukunft investiert.
Die kommenden Wochen bringen sowohl positive als auch herausfordernde Nachrichten für die Region. Während die Vogelgrippe und die damit verbundenen Maßnahmen im Vordergrund stehen, sind der Martinimarkt und die anstehenden Investitionen in Neuruppin Lichtblicke, die zeigen, dass das Leben weitergeht.