Petition gestartet: Nabu kämpft gegen Vogelgrippe in Brandenburg!
Brandenburg erlebt seit Wochen einen Vogelgrippe-Ausbruch. Der Naturschutzbund Nabu fordert Maßnahmen gegen die Massentierhaltung.

Petition gestartet: Nabu kämpft gegen Vogelgrippe in Brandenburg!
Am 1. November 2025 ist die Situation der Vogelgrippe in Brandenburg besorgniserregend. Der Brandenburger Naturschutzbund (Nabu) hat eine Petition ins Leben gerufen, um die Bekämpfung der Krankheit zu forcieren. Laut rbb24 grassiert das Virus seit mehreren Wochen in der Region und führt zu einem alarmierenden Tiersterben. In vielen Landkreisen ist bereits eine Stallpflicht für Geflügel verhängt worden, um die Ausbreitung zu bremsen.
Doch was könnte die Ursache für diese Epidemie sein? Nabu und Experten sind sich einig: Die Massentierhaltung spielt eine entscheidende Rolle. Christiane Schröder, die Landesgeschäftsführerin des Nabu Brandenburg, fordert ein intensives Monitoring der Lage in den Geflügelanlagen. „Wir müssen klären, woher das Virus kommt und wie es auf Wildvögel übertragen wurde“, betont sie. Laut BUND Brandenburg sind die Folgen der Vogelgrippe für Wildvögel, vor allem für Kraniche, verheerend. Im Linumer Teichland wurde von etwa 2.000 Totfunden berichtet, die die erholte Kranichpopulation nun stark gefährden.
Die Rolle der Massentierhaltung
Die Kritik von Nabu richtet sich nicht nur gegen die mangelnde Verantwortung der Geflügelindustrie, sondern auch gegen die Praktiken in der Massentierhaltung. Martin Rümmler, Referent für Vogelschutz beim Nabu Bundesverband, sieht die Massentierhaltung als wahrscheinliche Ursache für den Ausbruch der Vogelgrippe. Hier entstehen ideale Bedingungen für die Verbreitung des Virus, da sich in großen Beständen gefährlichere Varianten entwickeln können. Helmut Brücher, Vorstandsmitglied des BUND Brandenburg, unterstützt diese Sicht und fordert dringende Maßnahmen, um eine Trendumkehr in der Geflügelhaltung herbeizuführen.
In den letzten Jahren sind die Ausbrüche der Vogelgrippe in Deutschland stark gestiegen. Insbesondere in Brandenburg, wo sich die größten Legehennenbetriebe mit mehr als 60.000 Tieren befinden, sind dies alarmierende Entwicklungen. Infiziertes Geflügel wurde bereits im Sommer in mehreren Anlagen festgestellt, bevor die Wildvögel betroffen waren, und die Abluft sowie der unzureichend behandelte Mist aus diesen Betrieben gefährden die Wildvögel, die sich in der Nähe aufhalten.
Ein Aufruf zur Veränderung
Die Nabu-Petition zielt darauf ab, die Behörden dazu zu bewegen, effektivere Maßnahmen zu ergreifen, um die Geflügelhaltung sicherer zu machen. Mögliche Maßnahmen könnten die frühzeitige Isolation betroffener Betriebe sein. Broschüren, die über die Gefahren informieren, könnten ebenfalls helfen, das Bewusstsein für die Problematik zu schärfen.
Die Kraniche, die momentan nach Spanien und Frankreich ziehen, gelten als Hauptüberträger der Vogelgrippe. Obwohl die Gefahr eines Ausbruchs in der Geflügelhaltung nach wie vor besteht, gibt es noch keine Entwarnung. Daher ist es essenziell, dass sowohl die Behörden als auch die Gesellschaft zusammenarbeiten, um effektive Lösungen zu finden und eine weitere Eskalation der Epidemie zu verhindern.
Die Verantwortung für den Schutz von Wildvögeln und die Eindämmung der Vogelgrippe liegt nicht nur in den Händen der Naturschutzverbände, sondern auch in denen der Gesellschaft und der Industrie. Es bleibt zu hoffen, dass die Petition des Nabu und die zunehmende öffentliche Aufmerksamkeit endlich die nötigen Veränderungen herbeiführen.
Die Entwicklungen rund um die Vogelgrippe müssen im Auge behalten werden – nicht nur für die Tiere, sondern auch für unsere Umwelt und die Landwirtschaft der Region.