Inklusions-Rallye in Potsdam: Barriere-Challenge begeistert Unternehmen!
Im September 2025 bietet die Potsdamer Bürgerstiftung eine Schulung zur Barrierefreiheit an, mit Fokus auf Inklusion und digitale Teilhabe.

Inklusions-Rallye in Potsdam: Barriere-Challenge begeistert Unternehmen!
Was tut sich in Potsdam, wenn es um das Thema Inklusion geht? Ganz im Zeichen der Barrierefreiheit stehen die kommenden Monate, in denen die Potsdamer Bürgerstiftung eine spannende Fortbildung ins Leben ruft. Die Veranstaltung mit dem klangvollen Namen „Barriere-Challenge“ richtet sich an Unternehmen und Organisationen. Der Schwerpunkt: Wie kann die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung in unserer Stadt besser wahrgenommen und berücksichtigt werden?
Gestartet wird die Challenge im September. Während wöchentlicher Erkundungen durch Potsdam haben die teilnehmenden Teams die Aufgabe, das Stadtbild aus der Perspektive von Personen mit Behinderungen zu betrachten. Dabei stehen Themen im Mittelpunkt, die oft in den Hintergrund geraten, wie etwa stufenbehaftete Zugänge für Menschen im Rollstuhl oder das Fehlen von Informationen in Blindenschrift und Leichter Sprache. Auch die Verbesserung des Zugangs zu Arztpraxen ist ein wichtiges Anliegen, das im Fokus steht.
Ein Zeichen für Vielfalt
Das übergeordnete Ziel der Barriere-Challenge ist es, das Bewusstsein für Barrierefreiheit zu stärken und ein Zeichen für Vielfalt zu setzen. An der Abschlussveranstaltung, die für den 10. Oktober geplant ist, werden die verschiedenen Teams ihre Erkenntnisse präsentieren. Eine Preisverleihung wird den krönenden Abschluss der Challenge bilden, der die Engagements der Teilnehmer honoriert. Wer teilnehmen möchte, kann sich ab sofort per E-Mail an barrierebusters@potsdamer-buergerstiftung.org anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 300 Euro pro Team und umfasst Schulungen, Materialien und Öffentlichkeitsarbeit.
Doch warum ist das eigentlich so wichtig? Die gesellschaftliche Teilhabe und die Möglichkeit, sich in der digitalen Welt zu bewegen, sind für Menschen mit Behinderungen entscheidend. Laut einer Studie von Aktion Mensch wird digitale Teilhabe zunehmend als Teil der sozialen Teilhabe angesehen. „Teilhaben“ bedeutet, dass alle Menschen die Infrastruktur und Angebote der Gesellschaft umfassend nutzen können. Allerdings bleiben viele Barrieren bestehen, vor allem im Internet, wo Menschen mit Behinderung nach wie vor Hürden begegnen.
Digitale Herausforderungen und rechtliche Vorgaben
Der Trend zur Digitalisierung bringt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Die 2019 vom SINUS Institut im Auftrag der Aktion Mensch durchgeführte Trendstudie zeigt klar auf, dass trotz der zunehmenden Digitalisierung viele Menschen mit Beeinträchtigungen weiterhin Schwierigkeiten haben, digitale Angebote zu nutzen. Ab Juni 2025 sind privatwirtschaftliche Anbieter sogar verpflichtet, ihre Online-Angebote barrierefrei zu gestalten – eine wichtige Entwicklung, aber ob das ausreicht, bleibt abzuwarten.
Insgesamt ist die Barriere-Challenge ein wichtiger Schritt in Richtung einer inklusiven Gesellschaft. Jeder kann dazu beitragen, Barrieren abzubauen und ein Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung zu schaffen. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass Vielfalt in unserer Stadt nicht nur ein Wort bleibt, sondern gelebt wird!