Drei Fälle von Vogelgrippe im Landkreis Prignitz bestätigt! Schutzmaßnahmen nötig!
Im Landkreis Prignitz wurden drei Fälle von Vogelgrippe (H5N1) bestätigt. Ab Mittwoch gelten neue Schutzvorschriften für Geflügelhalter.

Drei Fälle von Vogelgrippe im Landkreis Prignitz bestätigt! Schutzmaßnahmen nötig!
Im Landkreis Prignitz sorgt die Vogelgrippe für Aufregung. Wie Nordkurier berichtet, wurden gleich drei bestätigte Fälle bei Wildvögeln nachgewiesen. Die Bestätigung erfolgte durch das Friedrich-Loeffler-Institut. Ab Mittwoch tritt eine umfassende Tierseuchenallgemeinverfügung in Kraft.
Für Geflügelhalter bedeutet das konkret: Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse müssen ab sofort in geschlossenen Ställen oder unter speziellen Schutzvorrichtungen gehalten werden. Diese Schutzvorrichtungen müssen eine dichte Abdeckung und Seitenbegrenzungen aufweisen, um das Eindringen von Wildvögeln zu verhindern.
Regelungen und Pflichten für Tierhalter
Es gibt strenge Vorgaben von den zuständigen Behörden. Besitzer von Geflügel müssen ihren Bestand beim Sachbereich Veterinäraufsicht und Verbraucherschutz anmelden. Ausnahmen von den Haltebestimmungen sind nur mit schriftlicher Genehmigung erlaubt. Darüber hinaus wird die Jagd auf Federwild untersagt, um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu verhindern.
Die Vogelgrippe wird durch das H5N1-Virus verursacht, das insbesondere Hühner stark gefährdet und oft tödlich endet. Wie rbb24 berichtet, wird die Gefahr durch die zunehmende Aggressivität und Ansteckungsgefahr des Virus verstärkt, was in den letzten Jahren zu Rekordzahlen an verendeten Vögeln geführt hat. Besonders gefährlich ist die Situation während der Herbstmonate, da das Virus vermehrt während des Vogelzugs verbreitet wird.
Verhaltensregeln im Umgang mit Wildvögeln
Wichtig ist auch, dass tote Vögel auf keinen Fall angefasst werden sollten. Stattdessen sollten diese mit einer genauen Beschreibung des Fundortes umgehend gemeldet werden. Der Kontakt mit erkrankten Tieren ist möglichst zu vermeiden, und das Brandenburger Landesamt für Umwelt empfiehlt, Rastgebiete von Wildvögeln zu meiden. Dies gilt insbesondere für Halter von Geflügel, die ihre Tiere vor dem Virus schützen müssen.
Die aktuelle Vogelgrippe-Epidemie zieht sich durch mehrere Bundesländer, gestartet in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Bereits 150.000 Tiere mussten aufgrund Ausbrüchen in großen Betrieben getötet werden. Auch wenn das Virus für den Menschen als wenig gefährlich gilt, sollten Geflügelprodukte stets gut durchgegart zubereitet werden.
Insgesamt ist die Lage ernst: Schätzungen zufolge sind in Deutschland bereits etwa 2.000 Kraniche an der Geflügelpest gestorben. Darunter leiden nicht nur die Wildvogelbestände, auch die Geflügelindustrie wird stark beeinträchtigt, da betroffene Betriebe keine Produkte verkaufen dürfen. Halter bekommen jedoch Entschädigungen für die getöteten Tiere, was in der aktuellen Situation zumindest einen kleinen Lichtblick darstellt.
Während wir die Entwicklungen aufmerksam im Blick behalten, lässt sich nur hoffen, dass diese Situation bald unter Kontrolle gebracht werden kann. Die Vogelgrippe ist ein ernstzunehmendes Problem, das nicht nur die Landwirtschaft betrifft, sondern auch unsere heimische Natur gefährdet.