Meyenburgs Gesundheitskrise: Umbau zur Hausarztpraxis beginnt!

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Meyenburg investiert 260.000 Euro in eine neue Arztpraxis, um medizinische Versorgung für 2.000 Einwohner zu sichern.

Meyenburg investiert 260.000 Euro in eine neue Arztpraxis, um medizinische Versorgung für 2.000 Einwohner zu sichern.
Meyenburg investiert 260.000 Euro in eine neue Arztpraxis, um medizinische Versorgung für 2.000 Einwohner zu sichern.

Meyenburgs Gesundheitskrise: Umbau zur Hausarztpraxis beginnt!

In Meyenburg, einem kleinen Städtchen mit etwa 2000 Einwohnern, tut sich einiges in Sachen Gesundheitsversorgung. Die Stadt hat mutig 260.000 Euro in den Umbau von zwei kommunalen Wohnungen investiert, um eine barrierefreie Hausarztpraxis zu schaffen. Ziel ist es, die medizinische Versorgung vor Ort zu verbessern, denn der Bedarf ist dringend. Derzeit sind in Meyenburg keine Mediziner bereit, sich niederzulassen, was die Situation für die Bevölkerung nicht gerade einfacher macht. Matthias Habermann, der Direktor des Amtes Meyenburg, beschreibt die Entscheidung für den Umbau als ein Risiko, das jedoch notwendig ist, um neue Ärzte anzuziehen.

Die Gesundheitsversorgung leidet unter der Abwesenheit junger Mediziner. Auch in der Nachbargemeinde Putlitz-Berge sieht es nicht viel besser aus, wie Hergen Reker, der Direktor dort, feststellt. Mit drei Ärzten, die allesamt zwischen 60 und 86 Jahre alt sind, ist die Lage keineswegs rosig. Reker unterstützt den Umbau in Meyenburg und hebt hervor, dass das Nichtstun keine Option sei. Die Ämter Putlitz-Berge und Meyenburg stehen aktiv in Kontakt mit der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg sowie dem Kreiskrankenhaus Prignitz in Perleberg, um Lösungen zu finden.

Gemeinsame Anstrengungen zur Arztsuche

Das Kreiskrankenhaus bietet Unterstützung bei der Arztsuche und stellt sogar die Möglichkeit in den Raum, dass Ärzte in Meyenburg als angestellte Ärzte arbeiten können, ohne den Schritt in die Selbstständigkeit wagen zu müssen. Karsten Krüger, der Chef der Klinik in Perleberg, schlägt konkret die Einrichtung einer Außenstelle eines medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) in Meyenburg vor. Diese Ideen sind wichtig, schließlich haben zuletzt bereits zwei Bewerber für die Hausarztpraxis abgesagt.

Der Bedarf an medizinischer Versorgung in der Region ist hoch. Annekatrin Müller, die einzige Hausärztin in Meyenburg, hat bei ihrer Tätigkeit alle Hände voll zu tun. Sie betreut mit fünf Angestellten bis zu 1400 Patienten pro Quartal. Reker und Habermann betonen, dass die Ämter gemeinsam aktiv Werbung für neue Ärzte in der Region machen wollen, um die Attraktivität zu steigern.

Das Angebot der Allgemeinmedizin

Doch was erwartet den zukünftigen Patienten in der neuen Arztpraxis? Allgemeinmediziner sind oft die erste Anlaufstelle, wenn es um gesundheitliche Belange geht. Sie behandeln nicht nur eine Vielzahl von akuten Beschwerden, sondern bieten auch präventive Gesundheitschecks an. Dazu gehören unter anderem regelmäßige Blutdruck- und Cholesterinkontrollen, Hautkrebsscreenings und Impfungen. Wer an chronischen Krankheiten leidet, kann hier umfassende Unterstützung erhalten und wird oft bis hin zu speziellen Fachärzten weiterverwiesen, wenn nötig.

Die Tatsache, dass in Meyenburg Handlungsbedarf besteht, könnte nicht klarer sein. Reker macht deutlich, dass die Situation dringend ist und es an der Zeit ist, verschiedene Ansätze auszuprobieren, um die medizinische Versorgung zu verbessern. Antje Müller, die einzige Allgemeinmedizinerin im Ort, hat sicher auch große Hoffnungen, dass die künftige Praxis eine echte Bereicherung für die Region sein wird.