Bahnübergang in Zossen: Baustart auf 2029 verschoben – Millionen Kostenexplosion!
In Zossen verschiebt sich der Bau der Straßenbrücke an der Thomas-Müntzer-Straße auf 2029, mit weitreichenden Folgen für den Bahnhofsumbau.

Bahnübergang in Zossen: Baustart auf 2029 verschoben – Millionen Kostenexplosion!
Die Stadt Zossen steht vor bedeutenden Veränderungen im Verkehrsnetz, insbesondere für die Thomas-Müntzer-Straße. Wie maz-online berichtet, soll der bestehende Bahnübergang hier durch eine moderne Straßenbrücke ersetzt werden. Ursprünglich war der Baustart für Ende 2024 angepeilt, doch nun wird dieser auf voraussichtlich 2029 verschoben.
Diese Verzögerung bringt nicht nur eine Verschiebung der Bauzeit, die ursprünglich auf vier Jahre mit Vollsperrung der Landesstraße angesetzt war, sondern auch eine deutliche Kostensteigerung mit sich. Die geschätzten Kosten für den Brückenbau liegen nun über 100 Millionen Euro, statt der ursprünglich kalkulierten 62 Millionen Euro.
Ungewisse Zukunft des Bahnhofs Zossen
Die aktuellen Entwicklungen haben direkte Auswirkungen auf den Bahnhof in Zossen. Wie gemeinde-am-mellensee berichtet, kann die geplante Inbetriebnahme des neuen elektronischen Stellwerks (ESTW) nicht mehr wie geplant im November 2024 erfolgen. Die Verzögerungen im Planfeststellungsverfahren für die Straßenbrücke sind der Grund dafür, dass auch der Umbau des Bahnhofs Zossen sich bis ins Jahr 2027 hinziehen wird.
Der alte Bahnübergang kann technisch nicht mit dem neuen Stellwerk verbunden werden, was die Notwendigkeit einer temporären Lösung erforderlich macht. Ein neuer Bahnübergang wird gebaut, der den Anforderungen der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung genügt.
Stadt und Bürger im Dialog
Stadtverordneter Carsten Preuß (Linke) äußert Bedenken bezüglich der Notwendigkeit des Brückenbaus angesichts der erheblichen Verzögerungen. Zudem schlägt er vor, den temporären Bahnübergang an das Stellwerk anzuschließen, um die Schließzeiten der Schranken zu verkürzen. Doch das Eisenbahn-Bundesamt schließt eine Reduzierung der Wartezeiten am Bahnübergang aus. Zossens Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Connolly zeigte sich jedoch erleichtert über die Verschiebungen der Bauarbeiten, was vor allem auch die Planungen für die neue B246-Brücke betrifft, die eine schnelle Querung ermöglichen soll.
Am Bahnhof wird ein neuer Mittelbahnsteig im August 2025 in Betrieb genommen, während Reisende bis zur Fertigstellung eines barrierefreien Zugangs die Fußgängerbrücke nutzen müssen. Für Menschen mit Einschränkungen stehen Rufbusse zu barrierefreien Bahnhöfen bereit. {{Zusätzlich wurden zwei Bahnübergänge in Zossen – Oertelufer und Stubenrauschstraße – dauerhaft geschlossen.}} Der Umbau des Bahnhofs wird voraussichtlich im März 2027 abgeschlossen sein, während die Fertigstellung des Personentunnels für September 2027 geplant ist.
Bürgersprechstunde zur aktuellen Lage
Für Bürger, die sich über die Entwicklungen und weiteren Schritte informieren möchten, findet am 17. September 2025 eine Bürgersprechstunde im Zossener Rathaus von 11 bis 13 Uhr statt. Die Deutsche Bahn stellt außerdem in ihrem BauInfoPortal aktuelle Informationen zu den Bauprojekten zur Verfügung, was besonders für interessierte Anwohner nützlich ist.
Insgesamt zeigt sich, dass die Umgestaltung des Verkehrsnetzes in Zossen ein umfangreiches Projekt ist, das nicht nur erhebliche Investitionen erfordert, sondern auch Platz für Bürgerdialoge bieten muss. Steigende Kosten und Verzögerungen werfen Fragen auf, die nur im Austausch zwischen Stadtverwaltung und Bürgern geklärt werden können. Ein gutes Händchen ist jetzt gefragt, um die Herausforderungen zu meistern!