Berlin erhält digitalen Zwilling: Nachtflüge revolutionieren Stadtplanung!
Am 26.09.2025 wurden nächtliche Vermessungsflüge über Berlin abgeschlossen, durchgeführt von BSF Swissphoto aus Teltow-Fläming, um ein 3D-Modell für Stadtplanung zu erstellen.

Berlin erhält digitalen Zwilling: Nachtflüge revolutionieren Stadtplanung!
In der letzten Nacht fanden die nächtlichen Flüge zur Vermessung von Berlin ihren Abschluss. Mitarbeiter der Firma BSF Swissphoto sind mit den Ergebnissen zufrieden, denn die wolkenlosen Nächte sorgten für ideale Bedingungen. Ein wichtiger Schritt wurde hierbei gemacht: Berlin wurde komplett aus der Luft gescannt und es entstand ein hochpräzises 3D-Modell, das für Stadt- und Verkehrsplanung von großer Bedeutung ist. Ein Leistungsmerkmal dieser Vermessung war der Einsatz eines Lasersystems an Bord einer Cessna 208 Caravan, das über einen Hochleistungslaser verfügte.
Die Flüge dienten nicht nur der Erstellung des 3D-Modells, sondern auch der Identifizierung von Gebieten, die bei Starkregen besonders gefährdet sind. Pro Quadratmeter wurden mindestens 40 Höhenpunkte erfasst, was eine Höhengenauigkeit von circa zehn Zentimetern gewährleistet. Diese neuartige Vermessungstechnik – in Deutschland zum ersten Mal angewandt – kam bei Höhen zwischen 1.500 und 800 Metern zum Einsatz. Die Geräusche des Kleinflugzeugs, das von Trebbin startete, waren bereits im Vorfeld angekündigt worden, da dort kein Nachtflugverbot besteht. Diese Aktion wurde im Auftrag des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie durchgeführt, um einen „digitalen Zwilling“ von ganz Deutschland zu erstellen. RBB24 berichtet, dass …
Vermessungstechnik der Zukunft
Doch was genau ist ein digitaler Zwilling? Im Grunde handelt es sich um ein virtuelles Abbild einer Stadt, das eine zentrale Rolle in der Stadtentwicklung spielt. Diese Technologie ermöglicht es, unterschiedlich strukturierte Daten zu kombinieren und sie für Stadtentwicklungsziele einzusetzen. Echtzeitdaten können in Simulationen genutzt werden, sei es in der Bauleitplanung oder bei der Verkehrsplanung. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) kann Planungsentscheidungen erheblich unterstützen und die Effizienz steigern. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung erläutert die Konzepte hinter digitalen Zwillingen …
Die Nutzung solcher fortschrittlicher Technologien geht Hand in Hand mit der klassischen Vermessung. Innovative Verfahren wie 3D-Laserscanning ermöglichen eine deutlich präzisere und schnellere Erfassung von Daten im Vergleich zu traditionellen Methoden. Hierbei wird ein vollständiges Gebäude in nur wenigen Stunden vermessen. Die Ergebnisse sind oft noch am selben Tag für Projektbeteiligte in virtuellen Rundgängen zugänglich. Diese hochpräzisen Punktwolken können dann bequem in gängige CAD- und BIM-Software importiert werden. Draft3D hebt die Vorzüge dieser Technik hervor …
Zukunftsperspektiven
Die Herausforderungen bei der Umsetzung eines digitalen Zwillings sind nicht zu unterschätzen. Um den erfolgreichen Betrieb sicherzustellen, sind geeignete Prozessstrukturen, Fachverfahren und Personal unerlässlich. Der Aufbau einer Grobarchitektur für digitale Zwillinge ist notwendig, um konkrete Anwendungsfelder zu identifizieren. Dies erfordert auch eine wissenschaftliche Unterstützung, welche durch Institutionen wie das Fraunhofer-Institut erfolgen kann. Die Entstehung solcher digitalen Spiralen ist ein spannendes Thema, das für die künftige Stadtentwicklung von großer Relevanz sein wird.
Mit diesen neuen Möglichkeiten könnten wir einerseits die Stadtplanung revolutionieren und andererseits die Sicherheit in Gefahrenzonen erhöhen. Denn denn wo auch immer es darum geht, datengestützte Entscheidungen zu treffen, da liegt was an – und das nicht nur in Berlin!