USA setzen Zölle auf China-Importe weiterhin aus – was nun?

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Am 12.08.2025 verlängerte die US-Regierung die Zölle auf chinesische Importe, um Handelsgespräche fortzusetzen und Spannungen abzubauen.

Am 12.08.2025 verlängerte die US-Regierung die Zölle auf chinesische Importe, um Handelsgespräche fortzusetzen und Spannungen abzubauen.
Am 12.08.2025 verlängerte die US-Regierung die Zölle auf chinesische Importe, um Handelsgespräche fortzusetzen und Spannungen abzubauen.

USA setzen Zölle auf China-Importe weiterhin aus – was nun?

Die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China sind weiterhin angespannt, und jüngste Entwicklungen haben die Gemüter beider Seiten erhitzt. Am 10. November wird es zu einer vorübergehenden Entspannung kommen, denn wie nordkurier.de berichtet, hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, die seit April 2023 schrittweise erhöhten Zölle auf chinesische Importe bis auf weiteres auszusetzen. Dies geschieht im Rahmen eines Dekrets, das die Gespräche mit China fortsetzen soll, um die bestehenden Handelsungleichgewichte zu bereinigen.

Trump hat eine Fristverlängerung von 90 Tagen in Aussicht gestellt, doch die Frage bleibt, wie China auf diesen Aufschub reagiert. Während sich die Zöllen der USA auf bis zu 145 Prozent erhöhten, konterte Peking mit eigenen Zöllen von bis zu 125 Prozent und setzte Exportkontrollen auf bedeutende Rohstoffe in Kraft. Die Situation hat zur Verlagerung von Handelsströmen geführt, und chinesische Firmen stehen unter Druck, wie die Möbelherstellerin Cai Meiqin aus Südchina eindrucksvoll schildert. Sie hat aufgrund der hohen Zölle ihre Produkte für den US-Markt auf Lager gelegt und ist auf tägliche Überprüfungen der Zollstände angewiesen, wie zdf.de berichtet.

Gegenzölle und die Auswirkungen auf die Wirtschaft

Die Spannungen, die über die Handelszölle hinausgehen, betreffen auch strategische Technologien. China hat die US-Exportkontrollen für Halbleiter und KI-Chips kritisiert, die den Zugang zu moderner Technologie für chinesische Unternehmen erschweren. Gleichzeitig werfen die USA China vor, gezielt Rohstoffe zurückzuhalten. Die Erhöhung der Zölle hat bereits signifikante Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft, die in den letzten Quartalen ein gesenktes Wachstum von etwa 5,5 % verzeichnet hat. Peking versucht jedoch, seine Position als attraktiver Handelspartner zu behaupten, trotz des anhaltenden Drucks der US-Politik.

Xi Jinping hat diese Woche während seiner Reisen durch Vietnam, Malaysia und Kambodscha die Botschaft der Zusammenarbeit und Stabilität propagiert. Trotz der Herausforderungen des Zollkriegs zeigt er sich bereit, bis zur letzten Konsequenz zu kämpfen. Diese Haltung wird durch Berichte unterstützt, die die negativen Auswirkungen der Zölle auf amerikanische Verbraucher thematisieren und die Situation in den sozialen Medien weiter anheizen.

Der gesamtwirtschaftliche Kontext

Die US-Regierung hat als Hauptziel die Reduzierung des Handelsdefizits sowie die Bekämpfung unfairer Handelspraktiken ausgemacht. Laut finanzmarkt.info könnte sich das Wachstum Chinas dadurch um bis zu 1 % verringern; gleichzeitig wird ein Wertverlust des Yuan oder Kapitalabflüsse befürchtet. Auch die US-Wirtschaft könnte kurzfristig von höheren Zolleinnahmen profitieren, doch es drohen steigende Preise für importierte Waren, was die Inflation anheizen und die Kaufkraft der Verbraucher belasten könnte.

Die am 10. November anstehende Zollpause könnte also nicht nur die aktuelle Situation entschärfen, sondern auch die Möglichkeit für zukünftige Verhandlungen schaffen. Doch es bleibt ungewiss, wie sich die politischen und wirtschaftlichen Faktoren auf das Verhältnis der Supermächte in der Zeit nach der verlängerten Zollpause auswirken werden. Allen Beteiligten ist klar: In diesem Zollkrieg gibt es im Grunde genommen keine Gewinner.