Vorsorgevollmacht: So sichern Sie Ihre Zukunft in der Uckermark!
Die Uckermark informiert über die Bedeutung von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen. Kostenlose Beratungen ab 3. November.

Vorsorgevollmacht: So sichern Sie Ihre Zukunft in der Uckermark!
Was passiert, wenn der tägliche Abschiedsgruß vor der Arbeit plötzlich durch einen Unfall oder Herzinfarkt unterbrochen wird? Diese Frage beschäftigt nicht nur Einzelpersonen, sondern auch die Fachwelt. Janet Tank, eine 49-jährige rechtliche Betreuerin aus der Uckermark, sieht bei ihrer täglichen Arbeit die erheblichen Folgen der Verdrängung von Themen wie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. In Deutschland stehen aktuell etwa 1,3 Millionen Menschen unter rechtlicher Betreuung, jedoch besitzen nur 40% eine Vorsorgevollmacht. Besonders betroffen sind dabei oft Personen über 50 Jahre, die denken, das Thema sei nicht dringend oder nicht notwendig.
Ohne eine Vorsorgevollmacht wird im Ernstfall ein gesetzlicher Betreuer eingesetzt, der oftmals nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. Ehepaaren wird zwar seit dem 1. Januar 2023 geraten, diese Vollmachten zu erstellen, doch viele schieben den Gedanken auf die lange Bank. Dabei ist es wichtig, den eigenen Willen in Bezug auf lebensrettende Maßnahmen festzuhalten. Eine Patientenverfügung ist hierfür unverzichtbar; sie lässt die eigenen Wünsche auch in kritischen Situationen wie etwa beim Notruf gelten.
Die Möglichkeiten der Vorsorge
Neben der Patientenverfügung kann auch eine Betreuungsverfügung hilfreich sein. Diese erlaubt es, einen vertrauenswürdigen Bekannten oder Nachbarn als Betreuer zu benennen und die Art der gewünschten Betreuung zu dokumentieren. Wer daraus Nutzen ziehen möchte, sollte sich rechtzeitig mit diesen Themen auseinandersetzen. In der Uckermark bieten verschiedene haupt- und ehrenamtliche Betreuer Beratungen an, die regelmäßig durch die Betreuungsbehörde überprüft werden.
Um die Bevölkerung für diese wichtigen Themen zu sensibilisieren, veranstalten Verbraucherzentralen vom 3. bis 7. November eine Fokuswoche „Vorsorge“. Hierzu gehören nicht nur Informationsstände, sondern auch kostenfreie Beratungen zu vorsorgenden Verfügungen, die von Janet Tank und ihren Kollegen angeboten werden.
Online-Vorträge und Informationen
Besonders hervorzuheben sind die Online-Vorträge der Verbraucherzentralen, die während der Fokuswoche stattfinden. Diese richten sich an alle Altersgruppen, die ihre Vertretung selbst regeln möchten. Die Teilnehmer benötigen lediglich eine Internetverbindung über PC oder Laptop sowie Lautsprecher oder Kopfhörer, um an den Live-Veranstaltungen auf der Plattform Edudip teilzunehmen. Nach der Anmeldung wird ihnen ein Einladungslink per E-Mail zugesendet, in dem die notwendigen Informationen zur Teilnahme bereitgestellt werden.
Ein Blick in die Zukunft lohnt sich also. Eine rechtzeitig getroffene Entscheidung über die eigene Vorsorge kann im Ernstfall vieles erleichtern. Schließlich ist niemand vor unvorhersehbaren Ereignissen gefeit, und ein gutes Händchen bei der Vorsorge kann vieles bewirken. Wer langfristig denken will, sollte nicht zögern – informieren und handeln ist gefragt!
Für weitere Informationen und Beratungen können Interessierte die Angebote der Verbraucherzentralen nutzen.