Wasserkrise in Brandenburg: Red Bull trifft auf Bürgerprotest!

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Red Bull und Rauch planen ein neues Dosenwerk in Brandenburg, was zu Wasserstreitigkeiten mit Bürgerinitiativen führt.

Red Bull und Rauch planen ein neues Dosenwerk in Brandenburg, was zu Wasserstreitigkeiten mit Bürgerinitiativen führt.
Red Bull und Rauch planen ein neues Dosenwerk in Brandenburg, was zu Wasserstreitigkeiten mit Bürgerinitiativen führt.

Wasserkrise in Brandenburg: Red Bull trifft auf Bürgerprotest!

In Brandenburg sorgt die Übernahme des Getränkeabfüllers Urstromquelle durch die österreichischen Unternehmen Red Bull und Rauch für Aufregung. Während die Landesregierung den Deal als Erfolg feiert, regt sich Widerstand in der Bevölkerung. Bürgerinitiativen setzen sich vehement für den Schutz der Wasserressourcen ein und fordern: „Unser Wasser gehört uns – Stoppt Red Bull in Brandenburg.“ Dies berichtet der Uckermark Kurier.

Die Protestgruppen prüfen bereits rechtliche Schritte gegen die geplanten Ausweitungen der Getränkeproduktion, die mit dem Bau eines neuen Dosen-Werks verbunden sind. Bürgermeister Peter Ilk spricht trotzdem von einem „Jobmotor“ für die Region und hebt die Schaffung von bis zu 600 Arbeitsplätzen hervor. Aktuell sind 240 Beschäftigte im Werk tätig, die Zahl soll sich bis zum geplanten Baustart Mitte 2026 erhöhen.

Wasserverbrauch und -nutzung im Fokus

Die befürchtete Wasserknappheit steht im Mittelpunkt des Widerstands. Die Unternehmen planen eine Wasserentnahme von 7.000 Kubikmetern pro Tag, wovon bis zu 6.500 Kubikmeter für die Produktion genutzt werden sollen – die Bevölkerung würde nur 500 Kubikmeter erhalten. Die Initiative „Ressourcenbündnis Baruth“ hat dafür bereits über 25.000 Unterschriften gesammelt und fordert ein neues hydrologisches Gutachten für die Region. Nach Angaben der Initiative ist der Zugang zu Wasser nicht nur für die Menschen vor Ort, sondern auch für die nachhaltige Entwicklung der Region entscheidend. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hebt hervor, dass weltweite Wasserknappheit ein Problem darstellt, das sowohl den Klimawandel als auch steigende Bedürfnisse in verschiedenen Sektoren mit einbezieht.

Zusätzlich hat eine Privatperson beim Verwaltungsgericht Potsdam Klage eingereicht, um Informationen über die Wassermengen und deren Preis zu erhalten. Bürgermeister Ilk stellt zwar klar, dass die Wasserversorgung der Bevölkerung Vorrang habe und die bestehenden Verträge stabil sind, doch die Skepsis in der Bevölkerung bleibt.

Umweltschutz und Rohstoffnutzung

Für den Bau des geplanten Dosen-Werks ist die Rodung von 17 Hektar Kiefernwald erforderlich, was die Bedenken der Umweltschützer weiter verstärkt. Red Bull könnte laut Bürgerinitiative bis zu 2,4 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich nutzen, während andere Unternehmen wie Tesla in Grünheide mit 1,8 Millionen Kubikmetern vertraglich begrenzt sind. Die Balance zwischen industrieller Expansion und dem Schutz der natürlichen Ressourcen wird somit immer kritischer.

Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Die geplanten Investitionen von Red Bull in dreistelliger Millionenhöhe könnten die wirtschaftliche Lage vor Ort erheblich verbessern, doch der anhaltende Widerstand deutet darauf hin, dass die Sorgen um die Wasserressourcen und die Umwelt im Vordergrund stehen werden. In der Gemeinde ist klar: Da liegt was an, und die Diskussion um die richtige Nutzung und den Schutz der Ressourcen wird noch lange nicht beendet sein.