EHEC-Welle in Mecklenburg-Vorpommern: Infektionen steigen rasant an!
EHEC-Ausbruch in Mecklenburg-Vorpommern: Infektionen steigen, Maßnahmen empfohlen. Aktuelle Zahlen und Situation.

EHEC-Welle in Mecklenburg-Vorpommern: Infektionen steigen rasant an!
In Mecklenburg-Vorpommern gehen die EHEC-Fälle wieder steil nach oben. Aktuell wurden die Krankheitsverläufe innerhalb von nur 24 Stunden von 62 auf satte 78 Infektionen hochgezählt. Am Dienstag, dem 17. September, vermeldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) gleich 16 neue Erkrankungen. Dies ist besonders alarmierend, da die derzeitige Gesamtzahl nun bereits bei 89 infizierten Personen steht, wie wa.de berichtet.
Das Gesundheitsamt registriert seit dem 17. August bundesweit insgesamt 126 EHEC-Infektionen, wovon beeindruckende 96 Fälle allein in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet wurden. Besonders gravierend ist die Situation für Kinder, die häufig von severe Krankheitsverläufen betroffen sind. Kranke, die an einem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) leiden, müssen besonders im Blick behalten werden – bis jetzt gibt es 15 dokumentierte Fälle solcher schwerer Komplikationen.
Ursprung der Infektionen unklar
Obwohl der verantwortliche Bakterienstamm, ein Subtyp O45:H2 Stx2a, identifiziert wurde, bleibt die genaue Infektionsquelle weiterhin unklar. Die Lebensmittelüberwachungsbehörden arbeiten eng mit dem Robert Koch-Institut (RKI) sowie den regionalen Gesundheitsämtern zusammen, um der Ursache auf die Spur zu kommen. Aktuell sind 35 der 89 Infektionen dem akuten Ausbruch zugeordnet, während 54 Fälle als Verdachtsfälle gelten, wie ndr.de hinweist.
Die EHEC-Bakterien, die im Darm von Wiederkäuern vorkommen, sind äußerst widerstandsfähig. Übertragungen finden über verunreinigte Lebensmittel sowie durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren statt. Zudem können auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen eine Rolle spielen. Symptome der EHEC-Infektionen sind vielfältig und können von wässrigem Durchfall bis hin zu schwerem HUS reichen, und die erkrankten Personen sollten daher von anderen Haushaltsmitgliedern getrennt werden, um einer weiteren Ausbreitung vorzubeugen.
Schutzmaßnahmen und Empfehlungen
Der RKI sieht vorerst keine Anzeichen für eine bundesweite Ausbreitung. Dennoch werden von den Gesundheitsbehörden Hygienemassnahmen empfohlen: Dazu zählen das gründliche Waschen der Hände sowie die hygienische Reinigung von Küchenutensilien. Auch beim Umgang mit Lebensmitteln sollte größte Vorsicht walten. Obst und Gemüse können durch verunreinigtes Wasser oder Dünger EHEC-Bakterien tragen, weshalb man hier besonders genau hinschauen sollte.
Die Situation erinnert an den großen deutschlandweiten EHEC-Ausbruch im Jahr 2011, der zu 3.800 Erkrankungen und über 50 Todesfällen führte, verursacht durch verunreinigte Sprossen. Eine solch gravierende Entwicklung möcht man sich heutzutage natürlich nicht wünschen, vor allem nicht in Zeiten, in denen auch die Schulen bald wieder starten, wie es in dem berichteten Artikel von tagesschau.de anklingt.