Mobilität im Schweriner Umland: Kritik an ÖPNV und Radwegen!

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Ludwigslust-Parchim zeigt Verbesserungsbedarf im ÖPNV und Radwegenetz. Umfrageergebnisse und Analysen zur Mobilität in der Region.

Ludwigslust-Parchim zeigt Verbesserungsbedarf im ÖPNV und Radwegenetz. Umfrageergebnisse und Analysen zur Mobilität in der Region.
Ludwigslust-Parchim zeigt Verbesserungsbedarf im ÖPNV und Radwegenetz. Umfrageergebnisse und Analysen zur Mobilität in der Region.

Mobilität im Schweriner Umland: Kritik an ÖPNV und Radwegen!

Mobilität – ein Thema, das nicht nur in Großstädten, sondern insbesondere in ländlichen Regionen von höchster Bedeutung ist. Die aktuellen Umfrageergebnisse im Rahmen des “Heimatchecks”, die sich auf die Mobilität in Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim konzentrieren, zeigen deutlich, dass hier Handlungsbedarf besteht. Laut Nordkurier erhielt der öffentliche Nahverkehr in Nordwestmecklenburg lediglich 5,08 von 10 Punkten, ein wahrlich bescheidener Wert, den die Gastronomie mit noch schlechteren 4,35 Punkten toppen muss. Die Bewohner der Region äußerten sich besorgt über die Verspätungen und Ausfälle im öffentlichen Verkehr sowie über die mangelhafte Qualität der Radwege.

Eines der Hauptelemente dieser Umfrage war die Zufriedenheit mit der Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und das Radwegenetz. Trotz vorhandener Radwege klagen die Anwohner über deren schlechten Zustand, oft sind sie sogar gemeinsam mit Fußwegen genutzt, was das Radfahren alles andere als sicher macht. Warin, eine Gemeinde in diesem Gebiet, schneidet mit 3,03 Punkten für Mobilität besonders schlecht ab und sieht sich vor allem mit dem Mangel an Radwegen konfrontiert.

Analyse der Ergebnisse

Die Umfrage umfasste insgesamt 16.664 Teilnehmer, wobei rund 3.000 aus Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim stammten. Die Ergebnisse ergaben, dass Nordwestmecklenburg im Verkehr mit 5,73 Punkten auf Platz sechs von insgesamt 15 beurteilt wurde. Diese Bewertung schließt die Lärm- und Verkehrsbelastung ein, mit der viele Anwohner zu kämpfen haben. Während die Gemeinde Lützow mit 4,77 Punkten unter dem Durchschnitt liegt, berichten Anwohner hier von unkontrollierten 30-Zonen. Im Lotto der Zufriedenheit sah sich Ludwigslust-Parchim mit 5,79 Punkten für den Straßenverkehr und 4,95 für den öffentlichen Nahverkehr ebenfalls nicht im besten Licht.

Positiv wird hingegen das Rufbus-Projekt hervorgehoben, das zwar oft überlastet ist, jedoch bei den bestehenden Optionen einen Lichtblick darstellt. Die Befragten äußerten auch den Wunsch nach besseren Anbindungen an die Stadt Schwerin. Besonders Hochschulstandorte und andere wichtige Knotenpunkte sollten nicht nur angedacht, sondern auch konkret angegangen werden.

Regionale Besonderheiten im Blick

Die Wünsche an die Verbesserung der Radwege unterscheiden sich stark zwischen den Gemeinden. Während sich die Bürger aus Wittenburg und Neustadt-Glewe nach einem Ausbau ihrer Radwege sehnen, sind andere wie Plau am See und Zarrentin zufrieden mit der aktuellen Situation. Die Bewertung der Durchgangsverkehrsgemeinden, wie Gresse und Wöbbelin, liegt eher im Keller, wo die Punktzahlen zwischen 3,63 und 4,75 schwanken.

Diese Umfrage ist nicht nur eine Momentaufnahme, sondern kann als Basis für zukünftige Verbesserungen des Mobilitätskonzepts in der Region dienen. Die Anwohner haben gesprochen und hoffen nun auf Veränderungen, die ihren Alltag erleichtern. Ein weiterer Bericht über die Mobilität in Crivitz wurde bereits angekündigt, und man darf gespannt sein, welche Antworten hier auf die drängenden Fragen gegeben werden.