Neubrandenburgs Bürger warten weiter auf digitale Passbild-Automaten!
Ab Mai 2025 gilt die Pflicht für digitale Passbilder in Deutschland. Neubrandenburg wartet auf Automatenlieferung, während Bürger alternative Anbieter nutzen müssen.

Neubrandenburgs Bürger warten weiter auf digitale Passbild-Automaten!
Die Einführung der digitalen Passbilder in Deutschland sorgt für ordentlich Aufregung und Herausforderungen – gerade hier in Neubrandenburg. Ab dem 1. Mai 2025 ist die bundesweite Pflicht für digitale Passbilder in Kraft, doch die Stadtverwaltung hat bislang keinen Automaten zur Erstellung dieser Bilder erhalten. Die Verantwortung dafür liegt bei der Bundesdruckerei, die die Technik jedoch verspätet liefert und den voraussichtlichen Liefertermin für September 2025 angibt. Bis dahin müssen Bürger ihre digitalen Passbilder bei anderen Anbietern in der Stadt anfertigen lassen, was nicht gerade eine ideale Lösung darstellt. Und das, obwohl die Übergangsfrist für Ämter ohne technische Ausstattung bereits am 31. Juli 2025 endete, wie Wismar FM berichtet.
Die neue Regelung, die digitale Passbilder zur Pflicht macht, dient dem Ziel, die Sicherheit und Qualität von Ausweisdokumenten zu verbessern. Die Technik soll Manipulationen und unerlaubte Grenzübertritte verhindern. dabei steht die Abwehr von sogenannten Morphing-Techniken im Fokus – eine Betrugsmethode, bei der mehrere Portraits zu einem Bild verschmelzen. Mit der digitalen Erfassung und der verschlüsselten Übertragung, die nur mit einem individuellen Data-Matrix-Code zugänglich ist, möchte man die Sicherheit zusätzlich erhöhen. Diese technologischen Neuerungen bringen jedoch auch Herausforderungen mit sich, wie Tagesschau hervorhebt.
Problematische Umsetzung
Doch die Schwierigkeiten hören hier nicht auf. In anderen Verwaltungen, wie im Amt Demmin-Land, haben bereits neue Automaten zu verlängerten Öffnungszeiten geführt, da Antragsteller deutlich mehr Zeit für die Erstellung ihrer Fotos benötigen. Insbesondere gibt es auch Kritik an der Software der Automaten, die als fehlerhaft beschrieben wird. Das ist besonders problematisch, wenn es um Kinderfotos geht, die häufig unbrauchbar sind und zu Unzufriedenheit führen, berichtet die Verbraucherzentrale.
Die gute Nachricht: Digitale Passbilder können in zertifizierten Fotostudios, bei Fotograf:innen oder sogar in Drogerieketten gemacht werden. Bei der externen Anfertigung erhält man dann einen Data-Matrix-Code zur Antragstellung. Dies entfällt hingegen, wenn die Bilder direkt in der Behörde erstellt werden. Sobald die digitale Technik in Neubrandenburg verfügbar ist, wird es dort weniger Warteschlangen und einen flüssigeren Ablauf geben, so die Hoffnung der Verantwortlichen.
Spannend wird auch die Möglichkeit, ab Mai 2025 Reisepässe und Personalausweise per Post zu versenden – natürlich gegen eine Gebühr von 15 Euro und sicher per Einschreiben. Führerscheine sind von den neuen Regelungen aber nicht betroffen; hier bleibt alles beim Alten. Für alle, die sich intensiver mit den neuen Regelungen auseinandersetzen möchten, hält die Verbraucherzentrale informative Artikel bereit, die die neue Gesetzgebung detailliert erklären.