Rostocks Zukunft: Neues Raumprogramm reformiert Bau und Windkraft!
Erfahren Sie alles über das neue Regionale Raumentwicklungsprogramm für die Mecklenburgische Seenplatte und Rostock: Gestaltung von Windenergie, Hafenausbau und Wohnraum bis 2035.

Rostocks Zukunft: Neues Raumprogramm reformiert Bau und Windkraft!
In der Region Rostock tut sich einiges, was die Raumentwicklung betrifft. Am 6. Oktober 2025 wurde der zweite Entwurf des Regionalen Raumentwicklungsprogramms (RREP) veröffentlicht, der in den letzten Monaten überarbeitet wurde, um den besonderen Bedürfnissen der Region gerecht zu werden. Tausende von Stellungnahmen haben dazu beigetragen, das Programm zu verfeinern und an aktuelle Herausforderungen anzupassen. Der Entwurf umfasst nicht nur hunderte Seiten, sondern auch zahlreiche Karten, die die räumlichen Veränderungen konkretisieren.
Besonders interessant sind die acht Grundsätze, die das RREP definiert. Diese beinhalten unter anderem die Schaffung eines wirtschaftlichen Zentrums Rostock, den Ausbau des Hafenbereichs sowie die Förderung erneuerbarer Energien. Nicht zu vergessen sind auch der Naturschutz und der Tourismus, die ebenfalls zentrale Anliegen des Programms sind. Vor dem Hintergrund eines veralteten RREP aus den Jahren 2011 bis 2013 wird diese Neufassung als ein wichtiger Schritt für die zukünftige Entwicklung der Region angesehen.
Weichenstellung für die Windenergie
Ein zentraler Punkt des Regionalplans ist die Festlegung von Windvorranggebieten. Ab 2027 sollen 1,4 % der Landesfläche für Windenergieanlagen ausgewiesen werden, bis 2032 wird dieser Anteil auf 2,1 % steigen. Zum Vergleich: Aktuell sind etwa 0,75 % der Fläche in Rostock hierfür vorgesehen. Besonders umstrittenen Flächen, wie etwa die Halbinsel Wustrow oder Thelkow, wurden jedoch als ungeeignet eingestuft. Neue Vorranggebiete, die sicherlich für die Windenergienutzung von Bedeutung sind, wurden ausgewiesen, nach dem die Änderungen im RREP auch auf dem beschlossenen Fortschreibungen von 2020 basieren.
Die Fortschreibung des Kapitels 6.5 – Energie, einschließlich Windenergie, wurde bereits im Juni 2020 von der Verbandsversammlung beschlossen und ist seit März 2021 verbindlich. Diese Maßnahmen haben die textlichen Festlegungen und Begründungen für Windenergieanlagen angepasst und berücksichtigt auch Vorgaben zum Schutz von Wohngebieten.
Nachhaltige Hafenentwicklung
Ein weiterer Fokus liegt auf der umweltfreundlichen Entwicklung des Rostocker Hafens. Der ursprüngliche Plan zur Erweiterung um 2.400 Hektar wurde erheblich reduziert und umfasst nun lediglich 1.192 Hektar. Dies zeigt ein umsichtiger Umgang mit den vorhandenen Flächen und eine Abkehr von überambitionierten Plänen. Die Überplanung bestimmter Gebiete wurde endgültig verworfen, was die umweltpolitische Verantwortung der Region unterstreicht.
Zusätzlich sollen neue Industrieflächen in der Region entstehen, darunter in Laage, Poppendorf Nord und Güstrow. Auch in den zentralen Orten wird Wohnraum geplant, um eine positive Entwicklung in ländlichen Gebieten zu ermöglichen. Hier variiert die Flächengröße der Eigenheim-Grundstücke je nach Entfernung zu Rostock.
Mitbestimmung und Bürgerbeteiligung
Die Bürger der Region haben die Möglichkeit, ihre Meinung zum neuen Entwurf abzugeben. In öffentlichen Informationsveranstaltungen können sie sich direkt beteiligt fühlen. Die Termine für diese Veranstaltungen sind unter anderem der 6. Oktober in Rerik, der 9. Oktober in Gnoien, der 15. Oktober in Lalendorf, der 27. Oktober in Güstrow und der 29. Oktober in Rostock. Die Frist für Stellungnahmen läuft bis zum 8. Dezember 2025 und es werden verschiedene Kommunikationswege angeboten, um eine breite Mitbestimmung zu gewährleisten.
Das Regionale Raumentwicklungsprogramm legt fest, wo bis 2035 Gewerbeflächen, Straßen, Wohngebiete und Windräder entstehen können. Diese klare Planung ist notwendig, um im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Der Fortschritt in der Regionalplanung erfordert nicht nur strategisches Denken, sondern auch einen aktiven Dialog zwischen Bürgern und Entscheidern, was im RREP nun optimal organisiert wurde.
Für weiterführende Informationen steht der Entwurf des RREP, in dem detaillierte Karten und Erläuterungen enthalten sind, auf den Seiten NDR, Planungsverband Rostock und Windenergieausbau NRW zur Einsicht bereit.