Aktionswoche zur seelischen Gesundheit: Gemeinsam Stark in Wismar!
Aktionswoche zur seelischen Gesundheit in Nordwestmecklenburg vom 10. bis 20. Oktober 2025: Offener Austausch und Stigmatisierung abbauen.

Aktionswoche zur seelischen Gesundheit: Gemeinsam Stark in Wismar!
Der 10. bis 20. Oktober 2025 steht ganz im Zeichen der seelischen Gesundheit in Deutschland. Unter dem Motto „Lass Zuversicht wachsen – Psychisch stark in die Zukunft“ wird eine Aktionswoche stattfinden, die auf ein wichtiges Thema aufmerksam macht. Die Schirmherrschaft hat Thomas Beyer, der Bürgermeister der Hansestadt Wismar, übernommen. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es, den offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen zu fördern und Stigmatisierung aktiv entgegenzuwirken. Mit wichtigen Aspekten wie Zuversicht, Resilienz und Aufklärung soll ein Raum geschaffen werden, in dem über die Bedürfnisse von jungen Menschen mit psychischen Erkrankungen diskutiert werden kann.
Die Eröffnungsveranstaltung findet am 13. Oktober 2025 im Zeughaussaal der Stadtbibliothek Wismar statt. Ab 13:30 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, um bei einem umfassenden Programm von 14:00 bis 17:00 Uhr die Diskussion zu fördern und Solidarität zu zeigen. Diese Initiative wird durch verschiedene Organisationen unterstützt, die sich für eine bessere Lebensqualität von Menschen mit psychischen Leiden einsetzen.
Gesprächsrunden und Selbsthilfe
Am 14. Oktober 2025 wird zusätzlich eine trialogische Gesprächsrunde in der Begegnungsstätte „Das Boot“ stattfinden. Hier geht es um das Thema „Zuversicht und Stabilität in schwierigen Zeiten“. Teilnehmer werden nicht nur Experten aus Erfahrung, sondern auch Angehörige und Betroffene sein. Diese Gesprächsrunde legt großen Wert auf die Themen Verschwiegenheit und respektvollen Austausch, da es hier um persönliche Geschichten und Herausforderungen geht.
Eine zentrale Anlaufstelle in diesem Zusammenhang ist die KISS, die Selbsthilfegruppen im Landkreis Nordwestmecklenburg koordiniert. Hier finden sich Angebote zu psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen und sozialen Themen. Das Motto lautet: „Aktive Mitwirkung zur Verbesserung der eigenen Gesundheit.“ Das stärkt nicht nur die betroffenen Mitglieder, sondern fördert auch den Austausch und die Unterstützung untereinander.
Stigmatisierung – ein ungelöstes Problem
Bei all diesen positiven Initiativen ist es wichtig, die dunkle Seite der Stigmatisierung nicht aus den Augen zu verlieren. Das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) arbeitet unermüdlich daran, den gesellschaftlichen Umgang mit psychischen Erkrankungen zu verbessern. Studien zeigen, dass jede*r Dritte mit psychischen Erkrankungen konfrontiert wird, jedoch viele davon mit Vorurteilen und Ausgrenzung rechnen müssen. Prof. Dr. Nicolas Rüsch, ein führender Stigmaforscher, betont, dass die Folgen für die Betroffenen oft gravierender sind als die Erkrankung selbst.
Es ist alarmierend, dass etwa 80% der Befragten mit Schizophrenie oder Depression Stigmatisierung erfahren haben. Die Diskriminierung betrifft nicht nur die Erkrankten, sondern auch ihre Angehörigen. Hier besteht ein erhöhtes Risiko für eigene psychische Probleme. Das DZPG zielt darauf ab, durch Direktkontakt zwischen Betroffenen und Nichtbetroffenen Vorurteile abzubauen und ein besseres Verständnis zu fördern. Programme wie „BASTA“, das an Schulen in München-Augsburg umgesetzt wird, zeigen, dass Kontaktarbeit eine vielversprechende Methode ist, um die Wahrnehmung psychischer Krankheiten zu verändern.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Aktionswoche in Wismar bietet eine wertvolle Gelegenheit, die seelische Gesundheit ins Rampenlicht zu rücken und einen Dialog über Stigmatisierung zu eröffnen. Besuchen Sie die Veranstaltungen zwischen dem 10. und 20. Oktober, um gemeinsam Zuversicht wachsen zu lassen und die Zukunft psychisch Erkrankter aktiv mitzugestalten. Weitere Informationen finden Sie auf seelischegesundheit.net und wismar.fm.