Dösbaddel gewinnt: Plattdeutsches Schülerwort des Jahres in MV!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Das niederdeutsche Schülerwort des Jahres "Dösbaddel" wurde beim ersten Landesfachtag Niederdeutsch in Boltenhagen ausgezeichnet.

Das niederdeutsche Schülerwort des Jahres "Dösbaddel" wurde beim ersten Landesfachtag Niederdeutsch in Boltenhagen ausgezeichnet.
Das niederdeutsche Schülerwort des Jahres "Dösbaddel" wurde beim ersten Landesfachtag Niederdeutsch in Boltenhagen ausgezeichnet.

Dösbaddel gewinnt: Plattdeutsches Schülerwort des Jahres in MV!

Am 6. November 2025 wurde in der einladenden Kulisse von Boltenhagen, nestled im Landkreis Nordwestmecklenburg, das erste niederdeutsche Schülerwort des Jahres gekürt. Bei diesem bedeutenden Ereignis, das im Rahmen des ersten Landesfachtags Niederdeutsch stattfand, fiel die Wahl auf das charmante Wort „Dösbaddel“. Dieses Wort wurde unter den Vorschlägen von Schülerinnen und Schülern von 37 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ausgewählt, die sich im Unterricht mit der niederdeutschen Sprache auseinandersetzen.

„Dösbaddel“ beschreibt humorvoll eine tollpatschige oder verträumte Person, und leitet sich vom Verb „dœsen“ ab, was so viel wie „gedankenverloren sein“ bedeutet. Diese Auswahl ist nicht nur ein Zeichen für die Wertschätzung der plattdeutschen Sprache, sondern auch ein Ausdruck der Kreativität der Jugendlichen. Neben „Dösbaddel“ waren auch andere Vorschläge wie „Moin“, „Wat“ und „Kopp hoch – Wat mutt, dat mut“ in der finalen Abstimmung vertreten. Eine kompetente Jury hatte die Aufgabe, aus den eingereichten Worten die besten auszuwählen, die dann zur Abstimmung gestellt wurden, wie stern.de berichtet.

Ein Zeichen kultureller Verbundenheit

Die Feier der plattdeutschen Sprache ist besonders in Mecklenburg-Vorpommern relevant, wo in mehreren Schulen aktiv Niederdeutsch unterrichtet wird. Diese musikalische und ausdrucksstarke Sprache trägt nicht nur zur kulturellen Identität der Region bei, sondern verbindet auch jüngere Generationen mit historischen Wurzeln. Die Auszeichnung des Schülerworts könnte dazu beitragen, das Interesse an der Sprache weiter zu fördern und jüngste Menschen zu ermuntern, sich mit ihrem sprachlichen Erbe zu beschäftigen, wie zeit.de hervorhebt.

Das Engagement in den Schulen zeigt sich nicht nur an der Teilnehmerzahl, sondern auch in der Begeisterung der Schüler, die viele kreative und lustige Vorschläge einreichten. Solche Initiativen sind wichtig, um das Bewusstsein für regionale Sprachen und Dialekte zu stärken – schließlich ist jeder Dialekt ein wertvoller Bestandteil der kulturellen Vielfalt.

Die Bedeutung von Sprache

In Zeiten der Globalisierung und der Dominanz von Hochsprachen ist die Pflege regionaler Dialekte wie Plattdeutsch ein wichtiges Anliegen. Es fördert nicht nur die Identität, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Region. Die Jury wollte mit ihrer Auswahl ein Wort würdigen, das sowohl den Charakter der plattdeutschen Sprache widerspiegelt als auch den Schülern eine Plattform bietet, ihre Sichtweise und Kreativität auszudrücken.

Dass „Dösbaddel“ als Gewinner aus dem Wettbewerb hervorging, ist mehr als nur eine einfache Wahl – es ist ein Zeichen dafür, dass die Schüler stolz auf ihre Sprache sind und bereit sind, diese lebendig zu halten. Ein Kerngedanke, der in keiner Diskussion über die Zukunft der plattdeutschen Kultur fehlen sollte.

Langfristig gesehen könnte die Auszeichnung des „Niederdeutsche Schülerwort des Jahres“ ein Schlüssel sein, um weitere Generationen für die plattdeutsche Sprache zu interessieren und somit eine grundlegende kulturelle Erneuerung einzuleiten. Es bleibt spannend, wie sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren fortsetzen wird – und vielleicht wird das nächste Wort, das die Herzen der Schüler erobert, noch überraschender und inspirierender sein!