Wismar plant Skylounge: Genuss über den Dächern des Alten Hafens!

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Wismar plant die "Skylounge" am Alten Hafen. Genehmigung steht aus, Risiken für UNESCO-Welterbe bestehen. Details zur Entwicklung.

Wismar plant die "Skylounge" am Alten Hafen. Genehmigung steht aus, Risiken für UNESCO-Welterbe bestehen. Details zur Entwicklung.
Wismar plant die "Skylounge" am Alten Hafen. Genehmigung steht aus, Risiken für UNESCO-Welterbe bestehen. Details zur Entwicklung.

Wismar plant Skylounge: Genuss über den Dächern des Alten Hafens!

Ein gemütlicher Abend in der neuen „Skylounge“ über dem malerischen Hafen von Wismar könnte bald Realität werden. Auf dem Dach eines Gebäudes im Alten Hafen ist die Errichtung einer Bar geplant, die kürzlich vom UNESCO-Sachverständigenbeirat genehmigt wurde. Dieser wacht über Bauprojekte im Bereich des von der UNESCO anerkannten Welterbes, da die Einhaltung der Welterberegeln entscheidend ist, um den Titel der Hansestadt nicht zu gefährden, wie NDR berichtet.

Die Idee für die „Skylounge“ schwirrt zwar schon seit etwa zehn Jahren in den Köpfen der Planer, doch eine Genehmigung ließ lange auf sich warten. Der neueste Entwurf eines Wismarer Architekturbüros sieht einen überdachten Glashaus-Bereich vor, der Platz für Tische, Sitzgelegenheiten und eine Bar bieten soll. Während die ursprünglichen Kosten zwischen 400.000 und 500.000 Euro veranschlagt waren, ist man nun bei geschätzten 1,2 Millionen Euro angekommen. Hier zeigt sich klar, dass das Projekt Schritte nach vorne gemacht hat, auch wenn es noch keine konkreten Pläne für einen Betreiber gibt.

Genehmigungen und Planungen

Ein ganz entscheidender Punkt ist jedoch die Genehmigungsfähigkeit des Projekts. Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) hat betont, dass eine Änderung des Bebauungsplans notwendig ist, bevor das Vorhaben realisiert werden kann. Diese Änderung muss von der Bürgerschaft abgesegnet werden, bevor die Investoren mit der mindestens einjährigen Planungsphase beginnen können. Die Hoffnungen auf eine Fertigstellung im Jahr 2027 stehen also noch auf der Kippe.

Im gleichen Atemzug wird auch an den Neubau einer Feuerwehrwache und des Ordnungsamtes gedacht, wofür rund 41 Millionen Euro eingeplant sind. Auch dieser Aspekt zeigt, dass in Wismar viel in die Infrastruktur investiert wird. Die Vorbereitungen laufen, und die Stadt verwendet die Chance, um die historische Altstadt, die 2002 als UNESCO-Welterbe anerkannt wurde, weiter aufzuwerten.

Wismar – Ein Stück Geschichte

Nach der aktuellen Genehmigung der „Skylounge“ wird die lange Seefahrertradition von Wismar nicht nur erhalten, sondern auch neu belebt. Die Stadt, die 1229 urkundlich erstmals erwähnt wurde, erlebte während ihrer Blütezeit im 14. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung. Damals zählen Exportschlager wie Bier, Fisch und Wolle zu ihrer Hauptwirtschaftsquelle, und beeindruckende Backsteinkirchen wurden gebaut. Diese historische Substanz wird durch das geplante Projekt an der Hafenpromenade umso mehr gewürdigt.

Die Altstadt, bekannt für den größten Marktplatz Deutschlands, umrahmt von Giebelhäusern aus verschiedenen Epochen, zeigt die Ursprünge der Stadt, die während der Hansezeit zu einem der führenden Handelszentren am Ostseeraum wurde. Die beeindruckenden Kirchen wie St. Georgen, St. Marien und St. Nikolai sind nur einige der historischen Gebäude, die für Besucher zugänglich sind und deren Erhalt auch für die Zukunft von großer Bedeutung ist, wie Metropolregion Hamburg und UNESCO verdeutlichen.

Insgesamt ist das Vorhaben, die „Skylounge“ zu realisieren, ein spannender Schritt in Richtung einer modernen Nutzung der historischen Stadt, die vieles zu bieten hat. Die nächsten Monate werden zeigen, ob und wie das Projekt Gestalt annehmen kann. Wismar als schützenswerte UNESCO-Welterbestätte bleibt somit im Fokuss der Stadtentwicklung.