Mega-Brücke nach Usedom: Merz verspricht Finanzierung trotz Krisen!
Friedrich Merz besuchte Schwerin und verkündete die Finanzierung der Usedom-Brücke, trotz finanzieller Herausforderungen in MV.

Mega-Brücke nach Usedom: Merz verspricht Finanzierung trotz Krisen!
Inmitten von Finanzierungsfragen und bautechnischen Herausforderungen hat sich Friedrich Merz, der Vorsitzende der CDU, in Schwerin zu einem brisantem Thema geäußert: der Mega-Brücke, die die Insel Usedom mit Wolgast verbinden soll. Diese Brücke ist Teil des größten Straßenbauvorhabens in Mecklenburg-Vorpommern (MV) und der Bund hat erfreulicherweise angekündigt, die Finanzierung zu übernehmen. Doch wie so oft sind die Kassen knapp, was sowohl Lob als auch Kritik aus der Bevölkerung hervorrief. „Wir brauchen die Brücke dringend“, fand ein Leser in den Kommentaren von Ostsee-Zeitung.
Die geplante Ortsumgehung, zu der auch die 1,7 Kilometer lange Überführung über den Peene-Strom gehört, soll die Verkehrssituation in Wolgast entlasten und die Anbindung zur Autobahn 20 verbessern. Merz versicherte, dass trotz der finanziellen Schwierigkeiten das Projekt nicht ins Stocken geraten wird. Die Gesamtkosten für die Umgehung belaufen sich auf mehr als 500 Millionen Euro, was angesichts der ursprünglichen Planung von 140 Millionen Euro für viele überraschend war. Auch das NDR hebt hervor, dass angesichts der wirtschaftlichen Situation im Bund weitere Verhandlungen nötig sind, um die Finanzierung sicherzustellen.
Finanzierungsprobleme und Unsicherheiten
Sowohl die Stadtverwaltung als auch die Bauunternehmen sind beunruhigt über die Entwicklungen. Das Wirtschaftsministerium beschreibt die Situation als „schwierig“, und der Bürgermeister von Wolgast, Martin Schröter, äußert Besorgnis über die Verzögerungen, die sich auf die Verkehrslage auswirken könnten. Bereits seit knapp drei Jahren wird an einem Teilabschnitt der Umgehung gebaut, während das Kernstück, die neue Brücke, sich noch in der Planungsphase befindet und die Angebote der Bauunternehmen weit über den ursprünglichen Kostenschätzungen liegen.
„Wir möchten nicht, dass das Projekt aufgrund finanzieller Unklarheiten auf der Strecke bleibt“, betont Wirtschaftsminister Wolfgang Blank und fordert dringend die Freigabe der Mittel. Die Fertigstellung der Ortsumgehung ist für Ende 2028 avisiert, aber ob dieser Termin gehalten werden kann, bleibt fraglich. Die Balance zwischen den Vorteilen für den Tourismus und den Bedürfnissen der Anwohner wird für die Region eine große Herausforderung darstellen.
Bedeutung für die Region
Die neue Hängebrücke, die mit 42 Metern die größte ihrer Art in Europa werden soll, ist ein wichtiges Symbol für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse und könnte auch die Altstadt von Wolgast vom Verkehr entlasten. Merz’ Besuch hat gezeigt, dass in der Politik ein Drang zur Lösung dieser Problematik besteht, aber ob die Landtags- und Bundesbehörden dieser Verantwortung gerecht werden können, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Die Entscheidung über die Finanzierung steht aus, und alle Augen sind auf die Verantwortlichen gerichtet. Ein positives Signal der Regierung wäre nicht nur für die Infrastrukturen der Region von Bedeutung, sondern könnte auch einer nachhaltigen Entwicklung der Gemeinde dienen.