Rostock setzt Zeichen gegen Cyberangriffe: Spatenstich für Rechenzentrum!
Die Stadt Rostock investiert sechs Millionen Euro in ein eigenes Rechenzentrum zur Verbesserung der Datensicherheit.

Rostock setzt Zeichen gegen Cyberangriffe: Spatenstich für Rechenzentrum!
Eine große Wendung für die Datensicherheit in Mecklenburg-Vorpommern: Am Mittwoch, dem 29. Oktober 2025, fand der Spatenstich für das neue städtische Rechenzentrum in Rostock statt. Mit einem Investitionsvolumen von rund sechs Millionen Euro wird dies das erste Rechenzentrum der Stadt und soll diese vor den wachsenden Bedrohungen durch Cyberangriffe schützen. Besonders der Cyberangriff auf die Rostocker Straßenbahn AG Ende 2023 hat die Dringlichkeit dieses Projekts verdeutlicht, wie Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger bei der Eröffnungszeremonie betonte. Sie hob hervor, wie wichtig Datensicherheit für die Stadtverwaltung ist und welche Bedeutung das neue Zentrum für die Gemeinschaft hat.
Die Idee für das Rechenzentrum entstand bereits vor fünf Jahren, als die Stadt beschloss, sensible Daten selbst zu speichern und vor unbefugtem Zugriff zu schützen. In den letzten zwei Jahren wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen aus Cottbus intensiv geplant. Die Stadtwerke werden die Stromversorgung des neuen Zentrums übernehmen, welches im Stadtteil Toitenwinkel errichtet wird. Geplant sind gesicherte Anschlussleistungen von 800 Kilowatt, wobei etwa die Hälfte der Kapazitäten für die Stadt selbst und die andere Hälfte für kommunale Unternehmen zur Verfügung stehen wird.
Sichere und effiziente Infrastruktur
Ein weiterer Aspekt bei der Entwicklung ist die Beratung zu sicheren, effizienten und wirtschaftlichen Rechenzentren. Es werden umfassende Analysen der aktuellen Infrastruktur durchgeführt, die als Entscheidungsbasis für die Planung dienen. Diese unterstützen auch die Beantragung von Fördermitteln, was für zahlreiche Städte ein wichtiges finanzielles Standbein ist.
Besonders im Hinblick auf die NIS2-Richtlinie, die neue Anforderungen an die Cyber- und Informationssicherheit in der EU stellt, wird das neue Rechenzentrum kritische Bedeutung haben. Die Richtlinie klassifiziert Rechenzentren als „wesentliche Einrichtungen“ und sieht strenge Vorgaben vor. Dazu gehören unter anderem ein wirksames Risikomanagement, Incident Response, und Maßnahmen zur Sicherheit, die regelmäßig evaluiert werden müssen. Rechenzentren.org weist darauf hin, dass die NIS2-Richtlinie bis zum 17. Oktober 2024 in nationales Recht umgesetzt werden muss, was eine weitere Dringlichkeit für die Stadt Rostock darstellt, um gut gerüstet für die Zukunft zu sein.
Ein Blick in die Zukunft
Das neue Rechenzentrum soll innerhalb eines Jahres fertiggestellt sein, und es gibt bereits Interesse von verschiedenen privaten Firmen, darunter Rostock Business und das Südstadtklinikum. Mit der Schaffung eines sicheren und effizienten Datenspeicherorts zeigt Rostock ein gutes Händchen, um den Herausforderungen der Digitalisierung und der Cybersicherheit zu begegnen. Der effektive Umgang mit sensiblen Daten wird in der heutigen Zeit immer wichtiger, und die Stadt ist auf dem richtigen Weg, um mit diesen Herausforderungen gut umzugehen und auch in Zukunft handlungsfähig zu bleiben.
Die Implementierung des Rechenzentrums ist nicht nur ein Schritt zur Verbesserung der eigenen Infrastruktur, sondern auch eine Einladung an andere Unternehmen, den Standort Rostock als attraktiv und sicher zu erachten. Mit einer Mischung aus modernster Technik und einem klaren Fokus auf Datensicherheit wird Rostock eine Vorreiterrolle in der Region übernehmen. Datacenter-Group berichtet zudem von der Unterstützung bei der Planung und Berücksichtigung aller relevanten Detailfragen, die mit dem Betrieb eines Rechenzentrums einhergehen.